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WENN DER GLAUBE BERGE VERSETZT
26. Februar 2015
Gregor darf sich auf der Großschanze von Falun über Silber und damit seine
zehnte WM-Medaille freuen, der Titel geht an Severin Freund.
 
Auf der Normalschanze ist es nicht gelaufen, im Training auf der Großschanze
hat wenig zusammengepasst, aber heute, wo es darauf ankam, gelingen Gregor
Schlierenzauer zwei starke Sprünge und das Comeback am Podium. Das
ausgerechnet bei einer Weltmeisterschaft und nach einer Saison, die alles
andere als einfach verlaufen ist. Geschlagen geben musste sich der Stubaier
einem entfesselnden Severin Freund, der Deutsche war bei turbulenten
Verhältnissen eine Klasse für sich. Bronze holt der Weltmeister von der
Normalschanze Rune Velta.
 
Gregor, gratuliere zu Silber, wie hast du den Bewerb und deine Sprünge
erlebt?

Dankeschön! Den ersten Sprung habe ich am Tisch perfekt erwischt, ich habe
die volle Power mitgenommen und die Flugphase gut gemeistert. Es hat sich
erstmals auf dieser Schanze richtig gut angefühlt, damit habe ich gewusst,
was im zweiten Durchgang zu tun ist. Klar war auch, dass du Glück mit dem
Wind brauchst, die Verhältnisse waren wieder sehr turbulent, aber das habe
ich gut ausgeblendet. Auch der zweite Versuch war vom Tisch her stark, ich
habe unten guten Wind gehabt und voll durchgezogen. Die Sicherheit eine
Medaille zu haben war unglaublich, dass dann noch Silber heraus gekommen
ist, ist umso geiler.
 
Nach den bisherigen Saisonleistungen und der bescheidenen Auftritten hier in
Schweden hatte dich kam wer am Zettel. Hast du selber an eine Medaille
geglaubt und wie war diese Leistungssteigerung möglich?

Ich weiß was ich kann und habe nie aufgehört an den Erfolg zu glauben. Ich
habe immer gesagt, dass es lediglich an Kleinigkeiten liegt und es jederzeit
klick machen kann. Aber es war schon ein mentaler Kraftakt. Ich habe nie
aufgehört positiv zu denken und mir immer vorgestellt, dass mir heute zwei
Sprünge aufgehen. Das es so funktioniert ist natürlich fantastisch. Ich bin
extrem happy und weiß genau, bei wem ich mich zu bedanken habe. Wir haben
sehr gut analysiert und immer einen Plan gehabt, die Trainer haben mich sehr
gut eingestellt, hinzukommt, dass ich punkto Material perfekt aufgestellt
war. Matthias Haferle und Stefan Kaiser haben mir unglaublich gute Skier
gemacht, sie haben mir immer das Vertrauen geschenkt, das war und ist
wichtig und dafür bin ich sehr dankbar.
 
Du hast heute deine zehnte WM-Medaille eingesprungen und generell eine
Bilanz die sich sehen lassen kann, wo würdest du den Vize-Weltmeistertitel
von heute einordnen?

Ich bin extrem stolz auf meine Leistung, zumal es eben keine
Selbstverständlichkeit war. Vielleicht weiß ich diesen Erfolg mehr zu
schätzen als andere, weil extrem viel Arbeit und Geduld gefragt waren, es
ist sicher eine besondere Medaille.
 
Du hast viel Kritik einstecken müssen, einige haben gemeint, deine Zeit sei
vorbei, wie groß ist die Genugtuung es den Kritikern gezeigt zu haben?

Was Aussenstehende sagen und denken muss dir als Spitzensportler egal sein.
Wichtig ist, dass du an dich glaubst. Der heutige Tag zeigt einmal mehr wie
sensibel dieser Sport ist und er zeigt mir auch, dass man nie den Glauben an
sich verlieren darf. Ich habe Top-Leute um mich herum und sehr treue und
dankbare Fans. Sie alle haben Anteil am heutigen Erfolg.
 
Wie geht es bei euch weiter?
Nach der Goldenen von Bernie Gruber, die mich sehr freut und die auch eine
super Motivation war, haben wir heute allen Grund uns über das Geleistete zu
freuen. Ich werde die Momente aufsaugen, genießen und sickern lassen und
garantiert gut einschlafen. Liebe Grüße an euch und habt vielen Dank für
euren Rückenwind, euer Durchhaltevermögen und die gute Stimmung, die
gemeinsame Freude ist die Schönste! 
Gregor darf sich auf der Großschanze von Falun über Silber und damit seine
zehnte WM-Medaille freuen, der Titel geht an Severin Freund.
 
Auf der Normalschanze ist es nicht gelaufen, im Training auf der Großschanze
hat wenig zusammengepasst, aber heute, wo es darauf ankam, gelingen Gregor
Schlierenzauer zwei starke Sprünge und das Comeback am Podium. Das
ausgerechnet bei einer Weltmeisterschaft und nach einer Saison, die alles
andere als einfach verlaufen ist. Geschlagen geben musste sich der Stubaier
einem entfesselnden Severin Freund, der Deutsche war bei turbulenten
Verhältnissen eine Klasse für sich. Bronze holt der Weltmeister von der
Normalschanze Rune Velta.
 
Gregor, gratuliere zu Silber, wie hast du den Bewerb und deine Sprünge
erlebt?

Dankeschön! Den ersten Sprung habe ich am Tisch perfekt erwischt, ich habe
die volle Power mitgenommen und die Flugphase gut gemeistert. Es hat sich
erstmals auf dieser Schanze richtig gut angefühlt, damit habe ich gewusst,
was im zweiten Durchgang zu tun ist. Klar war auch, dass du Glück mit dem
Wind brauchst, die Verhältnisse waren wieder sehr turbulent, aber das habe
ich gut ausgeblendet. Auch der zweite Versuch war vom Tisch her stark, ich
habe unten guten Wind gehabt und voll durchgezogen. Die Sicherheit eine
Medaille zu haben war unglaublich, dass dann noch Silber heraus gekommen
ist, ist umso geiler.
 
Nach den bisherigen Saisonleistungen und der bescheidenen Auftritten hier in
Schweden hatte dich kam wer am Zettel. Hast du selber an eine Medaille
geglaubt und wie war diese Leistungssteigerung möglich?

Ich weiß was ich kann und habe nie aufgehört an den Erfolg zu glauben. Ich
habe immer gesagt, dass es lediglich an Kleinigkeiten liegt und es jederzeit
klick machen kann. Aber es war schon ein mentaler Kraftakt. Ich habe nie
aufgehört positiv zu denken und mir immer vorgestellt, dass mir heute zwei
Sprünge aufgehen. Das es so funktioniert ist natürlich fantastisch. Ich bin
extrem happy und weiß genau, bei wem ich mich zu bedanken habe. Wir haben
sehr gut analysiert und immer einen Plan gehabt, die Trainer haben mich sehr
gut eingestellt, hinzukommt, dass ich punkto Material perfekt aufgestellt
war. Matthias Haferle und Stefan Kaiser haben mir unglaublich gute Skier
gemacht, sie haben mir immer das Vertrauen geschenkt, das war und ist
wichtig und dafür bin ich sehr dankbar.
 
Du hast heute deine zehnte WM-Medaille eingesprungen und generell eine
Bilanz die sich sehen lassen kann, wo würdest du den Vize-Weltmeistertitel
von heute einordnen?

Ich bin extrem stolz auf meine Leistung, zumal es eben keine
Selbstverständlichkeit war. Vielleicht weiß ich diesen Erfolg mehr zu
schätzen als andere, weil extrem viel Arbeit und Geduld gefragt waren, es
ist sicher eine besondere Medaille.
 
Du hast viel Kritik einstecken müssen, einige haben gemeint, deine Zeit sei
vorbei, wie groß ist die Genugtuung es den Kritikern gezeigt zu haben?

Was Aussenstehende sagen und denken muss dir als Spitzensportler egal sein.
Wichtig ist, dass du an dich glaubst. Der heutige Tag zeigt einmal mehr wie
sensibel dieser Sport ist und er zeigt mir auch, dass man nie den Glauben an
sich verlieren darf. Ich habe Top-Leute um mich herum und sehr treue und
dankbare Fans. Sie alle haben Anteil am heutigen Erfolg.
 
Wie geht es bei euch weiter?
Nach der Goldenen von Bernie Gruber, die mich sehr freut und die auch eine
super Motivation war, haben wir heute allen Grund uns über das Geleistete zu
freuen. Ich werde die Momente aufsaugen, genießen und sickern lassen und
garantiert gut einschlafen. Liebe Grüße an euch und habt vielen Dank für
euren Rückenwind, euer Durchhaltevermögen und die gute Stimmung, die
gemeinsame Freude ist die Schönste! 
FOTO
GRAFIE
FOTO
GRAFIE
sweden part one
27. Februar 2015
PORTRAIT
PORTRAIT
DINGE
PASSIEREN
DINGE
PASSIEREN
Birthdate
07.01.1990
Home Town
Fulpmes, AUT
Home Jump
Bergisel, Innsbruck AUT
Sport Club
SV Innsbruck-Bergisel
I like
Fotografie, Design, Kochen, Skifahren, Golf, Fußball, Tennis
NEW WEAPON
Es braucht immer ein wenig Abstand und ist oft schwierig, aber am Ende des Tages machen Niederlagen Sinn und gehören genau deshalb dazu. Sie lösen Prozesse aus, die selten angenehm beginnen, aber positiv enden - sofern man bereit ist an sich und dafür zu arbeiten. Genau das ist passiert. Die Analyse der Olympiasaison war intensiv und ist abgeschlossen, der Blick in die Zukunft gerichtet. Er fällt gelassener aus, die Freude am Sein bleibt augenscheinlich, die Demut ist größer geworden. Der Tiroler weiß genau, was er auf der Haben-Seite hat, er weiß wie gut es sich anfühlt und er weiß was es bedarf um ganz oben zu stehen. Mittlerweile orientiert sich die Lust am Skispringen mehr an der Performance und weniger an Zahlen, es ist das Verlangen nach der Vogelperspektive, die Gregor Schlierenzauer motiviert mit Hingabe und Überzeugung auf Weite zu gehen. Die Reize, die der Luftverliebtheit frischen Schwung gebracht haben, sind im Sommer erfolgt.
EHRLICH, GERADLINIG, ZIELSTREBIG, LEIDENSCHAFTLICH
Body Height
180cm
Farthest Jump
243.5m, Vikersund, NOR
Ski
Fischer
Neuer Trainer, andere Prioritäten, öfters auf der Schanze, weniger im Kraftraum. Gelebter Teamgeist, viel Harmonie. Mehr Verantwortung auf den Schultern und bereit diese Rolle anzunehmen. Ein Bindungswechsel und der Umstieg auf ein System, dass die Konkurrenz schon seit Jahren auf ihren Skiern hat. Acht Saisonen war der Rekordhalter an Weltcupsiegen seiner Bindung treu, nach Sotschi bot sich der Wechsel an. Die Umstellungen haben Auswirkungen auf Flugsystem und Landung, es ist Aggressivität und Mut zur Kante gefragt, in wie weit der 24-Jährige damit umgehen wird, soll die Saison weisen. Der Grad wird jedenfalls schmäler, das macht es für die Protagonisten herausfordernder und für den Betrachter spannender.
 
Wir schreiben Saison Nummer neun und haben ein WM-Jahr vor uns, die Titel werden im schwedischen Falun ausgesprungen, zuvor gibt es jede Menge Klassiker und Spektakel. Zum Beispiel die Tournee, die aufgrund ihrer Magie und Herausforderung kein Ablaufdatum kennt, oder die Weitenjagd am neuen Kulm, ebenfalls ein wahrer Leckerbissen. Der Hunger ist nach wie vor groß, aber der Zugang ist ein anderer. Es muss nicht zwingend sein, es soll passieren. Passiert es nicht, passiert es später und wenn es passiert, wird man es merken.