Gregor Schlierenzauer
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BEWEGEND
21. April 2016
Hi Leute,

der Blick in die jüngste Vergangenheit löst ebenso wie die Gegenwart große Zufriedenheit, Demut und Freude aus. Das liegt zum einen an den positiven Fortschritten hinsichtlich meiner Mobilität und hat mit einem bewegenden Abstecher nach Rom zu tun, aber der Reihe nach:

Die Nähte sind draußen, ich habe dank einer Schiene die Krücken in die Ecke gestellt, die passive Physiotherapie wurde intensiviert, ich mache bereits leichte und kleine Übungen. Es sind zwar kleine Schritte und ich weiß, dass es noch ein weiter Weg ist um wieder völlig fit zu sein, trotzdem stimmt der Verlauf.

Von Dienstag auf Mittwoch durfte ich gemeinsam mit einer ÖSV-Delegation Papst Franziskus im Vatikan besuchen, ein Erlebnis, das mich absolut begeistert und sehr berührt hat. Der Papst hat jedem einzelnen die Hand geschüttelt und auf deutsch und italienisch zu uns gesprochen. Er strahlt eine enorme Ruhe und Herzlichkeit aus, hat unsere sportlichen Leistungen gewürdigt, uns aber auch daran erinnert, dass wir als Vorbilder Verantwortung tragen. Ihm die Hand schütteln und ihn in die Augen blicken zu dürfen, ist ein absolutes Privileg, an das ich mich noch oft erinnern werde.

Was mich anders, aber ebenfalls bewegt ist wie ihr wisst der Wings for Life World Run. Nicht mitlaufen zu können macht mich zwar grantig, die Idee und euer Mitwirken freuen mich dafür umso mehr. Es taugt mir, dass das Team Gregor Schlierenzauer auch diesmal wieder am Start ist und wer weiß, vielleicht kann ich ja noch ein paar Unentschlossene begeistern. Es ist wirklich eine tolle Sache, die sich mittlerweile zu einer globalen Gemeinsamkeit entwickelt hat. Am besten ihr überzeugt euch selber, Informationen und die Anmeldemöglichkeit findet ihr auf www.wingsforlifeworldrun.com

Soweit mein kurzes Update, ich widme mich jetzt wieder meinem Knie, habt gute Tage und bis bald,
Euer GS

 

Hi Leute,

der Blick in die jüngste Vergangenheit löst ebenso wie die Gegenwart große Zufriedenheit, Demut und Freude aus. Das liegt zum einen an den positiven Fortschritten hinsichtlich meiner Mobilität und hat mit einem bewegenden Abstecher nach Rom zu tun, aber der Reihe nach:

Die Nähte sind draußen, ich habe dank einer Schiene die Krücken in die Ecke gestellt, die passive Physiotherapie wurde intensiviert, ich mache bereits leichte und kleine Übungen. Es sind zwar kleine Schritte und ich weiß, dass es noch ein weiter Weg ist um wieder völlig fit zu sein, trotzdem stimmt der Verlauf.

Von Dienstag auf Mittwoch durfte ich gemeinsam mit einer ÖSV-Delegation Papst Franziskus im Vatikan besuchen, ein Erlebnis, das mich absolut begeistert und sehr berührt hat. Der Papst hat jedem einzelnen die Hand geschüttelt und auf deutsch und italienisch zu uns gesprochen. Er strahlt eine enorme Ruhe und Herzlichkeit aus, hat unsere sportlichen Leistungen gewürdigt, uns aber auch daran erinnert, dass wir als Vorbilder Verantwortung tragen. Ihm die Hand schütteln und ihn in die Augen blicken zu dürfen, ist ein absolutes Privileg, an das ich mich noch oft erinnern werde.

Was mich anders, aber ebenfalls bewegt ist wie ihr wisst der Wings for Life World Run. Nicht mitlaufen zu können macht mich zwar grantig, die Idee und euer Mitwirken freuen mich dafür umso mehr. Es taugt mir, dass das Team Gregor Schlierenzauer auch diesmal wieder am Start ist und wer weiß, vielleicht kann ich ja noch ein paar Unentschlossene begeistern. Es ist wirklich eine tolle Sache, die sich mittlerweile zu einer globalen Gemeinsamkeit entwickelt hat. Am besten ihr überzeugt euch selber, Informationen und die Anmeldemöglichkeit findet ihr auf www.wingsforlifeworldrun.com

Soweit mein kurzes Update, ich widme mich jetzt wieder meinem Knie, habt gute Tage und bis bald,
Euer GS

 

FOTO
GRAFIE
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lillehammer december 2015 / NOR //
10. April 2016
PORTRAIT
PORTRAIT
DINGE
PASSIEREN
DINGE
PASSIEREN
Birthdate
07.01.1990
Home Town
Fulpmes, AUT
Home Jump
Bergisel, Innsbruck AUT
Sport Club
SV Innsbruck-Bergisel
I like
Fotografie, Design, Kochen, Skifahren, Golf, Fußball, Tennis
Body Height
180cm
Farthest Jump
243.5m, Vikersund, NOR
Ski
Fischer
BEWUSSTSEINSERWEITERUNG

Reife wird einem nicht in die Wiege gelegt. Reife passiert und definiert sich als zeitloser und schleichender Prozess, der  Gelassenheit im System verankert und Demut produziert. Die Akzeptanz von Schwäche nimmt Fahrt auf, sportliche Talsohlen sind weder negativ, noch belastend, sondern werden als Herausforderung gesehen und mit Zielstrebigkeit angenommen.

Aus diesen Gründen und genau deshalb nahm eine eher magere Saison eine plötzliche Wende und wurde zu einer der wertvollsten in Gregor Schlierenzauers Karriere.

Neues Trainerteam, anderes Bindungssystem, andere Reize - der nacholympische Sommer brachte frischen Wind und einen Neustart des Systems mit sich. Die Vorbereitung verlief rundum positiv, es war viel Energie und Harmonie drinnen, das Wir-Gefühl kam in Schwung, die Ehrlichkeit kehrte zurück.

Trotz dieser schmackhaften Vorzeichen vermochte der erfolgsgeeichte Stubaier sein Potential im Weltcup aber zunächst nicht auszuschöpfen - abgesehen von einem Sieg in Lillehammer und einer weiteren Podest-Platzierung in Russland verlief die erste Saisonhälfte ungewöhnlich holprig.

Probleme mit der Materialabstimmung und Anfahrtsposition forderten einen Kurswechsel, der während der Saison aufgrund der Programmdichte allerdings leichter gesagt, als getan ist. Es folgten eine Vielzahl an Lehrstunden, andere Blickwinkel, keine Spur von Resignation und Nahrung für hungrige Kritiker.

EHRLICH, GERADLINIG, ZIELSTREBIG, LEIDENSCHAFTLICH
 

Dann kamen Falun und die Nordischen Titelkämpfe und ausgerechnet an den berühmt berüchtigten, weil alles entscheidenden Tagen, stieg Phönix aus der Asche.

Mit Silber auf der Großschanze gewann Gregor Schlierenzauer zum vierten Mal eine Einzelmedaille bei Nordischen Ski-Weltmeisterschaften - ein Kunststück, das zuvor nur dem Finnen Matti Nykänen geglückt war.
Der Freude nicht genug, folgt mit der von Heinz Kuttin harmonisch eingeschworen Mannschaft im Team-Springen der zweite Silberstreich und damit die 20. Medaille des Stubaiers bei internationalen Titelkämpfen.

Der Angezählte war plötzlich wieder im Focus - nicht weil die Form am Punkt war, sondern weil ein mentaler Kraftakt und ein Maximum an Gefühl abgerufen wurde.

Und jetzt?
Nimmt das Lustprojekt seinen Lauf.
Dank der Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Innsbruck erhält die physische Komponente neue Hebel. Das Sprungtraining genießt dank des regen Austausches zwischen Chef- und Stützpunkttrainern, sowie der offenen Karten mit denen im Adlerhorst gespielt wird, ein Maximum an Qualität.

Das bisher Erreichte und der Prozess den es braucht um ganz oben zu stehen, sind Motivation und Herausforderung genug. Die Leidenschaft ist bestens aufgelegt, die Vorbereitungen haben längst begonnen und je näher der Winter rückt, umso größer wird die Ungeduld. Das ist in Stein gemeißelt.