Gregor Schlierenzauer
75.329
75.329
BLOG
BLOG
KOPF HOCH
15. Juni 2016
Hi Leute,
wenn nicht viel passiert, ist es nicht einfach darüber zu berichten. Es geht voran, wenn auch in kleinen Schritten und mit viel Geduld, aber die Richtung passt, das ist das Wesentliche. Das tägliche Training im Olympiastützpunkt verläuft absolut zufriedenstellend, ich bin in besten Händen und habe mit meinem Freund Simon auch einen super Sparringpartner. Und da Bilder deutlich mehr sagen, habe ich mich ans Filmen, Schneiden und Vertonen gemacht.
 
Abgesehen der Therapie und den entsprechenden Begleitmaßnahmen besuche ich nach wie vor Kurse, aktuell absolviere ich gerade eine Instruktor-Ausbildung. Ohne Hintergrundgedanken, einfach um den Kopf zu beschäftigen und abgesehen davon kann es nie schaden auch die andere Seite und Sicht der Dinge näher kennenzulernen.
 
Und natürlich verfolge ich auch die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich mit großer Begeisterung. Die Niederlage unserer Burschen gegen Ungarn ist bitter, ebenso wie die Reaktionen im Lande. Keine Frage, die Leistung und das Ergebnis sind nicht so ausgefallen wie wir uns das vorgestellt haben. Da muss man nichts Schönreden, aber es ist typisch für unser Schwarz-Weiß Denken, dass ausgerechnet jene, die uns schon als Europameister gesehen haben die Situation jetzt schlechter machen als notwendig. Kein Sportler verliert absichtlich oder gerne, die Selbstkritik frisst einen ohnehin auf, da braucht es keine Besserwisser, sondern Zusammenhalt und Rückendeckung. Klar wird die Sache nicht leichter, aber noch lebt die Chance, da heißt es weiter fest Daumen drücken und Realist bleiben.
 
Ich mache beides und packe mich jetzt für meine Einheit auf dem Olympiastützpunkt zusammen. Wer Video geschaut hat, weiß was jetzt kommt.
 
Habt gute Tage und bis bald, Euer GS

 

Hi Leute,
wenn nicht viel passiert, ist es nicht einfach darüber zu berichten. Es geht voran, wenn auch in kleinen Schritten und mit viel Geduld, aber die Richtung passt, das ist das Wesentliche. Das tägliche Training im Olympiastützpunkt verläuft absolut zufriedenstellend, ich bin in besten Händen und habe mit meinem Freund Simon auch einen super Sparringpartner. Und da Bilder deutlich mehr sagen, habe ich mich ans Filmen, Schneiden und Vertonen gemacht.
 
Abgesehen der Therapie und den entsprechenden Begleitmaßnahmen besuche ich nach wie vor Kurse, aktuell absolviere ich gerade eine Instruktor-Ausbildung. Ohne Hintergrundgedanken, einfach um den Kopf zu beschäftigen und abgesehen davon kann es nie schaden auch die andere Seite und Sicht der Dinge näher kennenzulernen.
 
Und natürlich verfolge ich auch die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich mit großer Begeisterung. Die Niederlage unserer Burschen gegen Ungarn ist bitter, ebenso wie die Reaktionen im Lande. Keine Frage, die Leistung und das Ergebnis sind nicht so ausgefallen wie wir uns das vorgestellt haben. Da muss man nichts Schönreden, aber es ist typisch für unser Schwarz-Weiß Denken, dass ausgerechnet jene, die uns schon als Europameister gesehen haben die Situation jetzt schlechter machen als notwendig. Kein Sportler verliert absichtlich oder gerne, die Selbstkritik frisst einen ohnehin auf, da braucht es keine Besserwisser, sondern Zusammenhalt und Rückendeckung. Klar wird die Sache nicht leichter, aber noch lebt die Chance, da heißt es weiter fest Daumen drücken und Realist bleiben.
 
Ich mache beides und packe mich jetzt für meine Einheit auf dem Olympiastützpunkt zusammen. Wer Video geschaut hat, weiß was jetzt kommt.
 
Habt gute Tage und bis bald, Euer GS

 

FOTO
GRAFIE
FOTO
GRAFIE
lillehammer december 2015 / NOR //
10. April 2016
PORTRAIT
PORTRAIT
DINGE
PASSIEREN
DINGE
PASSIEREN
Birthdate
07.01.1990
Home Town
Fulpmes, AUT
Home Jump
Bergisel, Innsbruck AUT
Sport Club
SV Innsbruck-Bergisel
I like
Fotografie, Design, Kochen, Skifahren, Golf, Fußball, Tennis
Body Height
180cm
Farthest Jump
243.5m, Vikersund, NOR
Ski
Fischer
BEWUSSTSEINSERWEITERUNG

Reife wird einem nicht in die Wiege gelegt. Reife passiert und definiert sich als zeitloser und schleichender Prozess, der  Gelassenheit im System verankert und Demut produziert. Die Akzeptanz von Schwäche nimmt Fahrt auf, sportliche Talsohlen sind weder negativ, noch belastend, sondern werden als Herausforderung gesehen und mit Zielstrebigkeit angenommen.

Aus diesen Gründen und genau deshalb nahm eine eher magere Saison eine plötzliche Wende und wurde zu einer der wertvollsten in Gregor Schlierenzauers Karriere.

Neues Trainerteam, anderes Bindungssystem, andere Reize - der nacholympische Sommer brachte frischen Wind und einen Neustart des Systems mit sich. Die Vorbereitung verlief rundum positiv, es war viel Energie und Harmonie drinnen, das Wir-Gefühl kam in Schwung, die Ehrlichkeit kehrte zurück.

Trotz dieser schmackhaften Vorzeichen vermochte der erfolgsgeeichte Stubaier sein Potential im Weltcup aber zunächst nicht auszuschöpfen - abgesehen von einem Sieg in Lillehammer und einer weiteren Podest-Platzierung in Russland verlief die erste Saisonhälfte ungewöhnlich holprig.

Probleme mit der Materialabstimmung und Anfahrtsposition forderten einen Kurswechsel, der während der Saison aufgrund der Programmdichte allerdings leichter gesagt, als getan ist. Es folgten eine Vielzahl an Lehrstunden, andere Blickwinkel, keine Spur von Resignation und Nahrung für hungrige Kritiker.

EHRLICH, GERADLINIG, ZIELSTREBIG, LEIDENSCHAFTLICH
 

Dann kamen Falun und die Nordischen Titelkämpfe und ausgerechnet an den berühmt berüchtigten, weil alles entscheidenden Tagen, stieg Phönix aus der Asche.

Mit Silber auf der Großschanze gewann Gregor Schlierenzauer zum vierten Mal eine Einzelmedaille bei Nordischen Ski-Weltmeisterschaften - ein Kunststück, das zuvor nur dem Finnen Matti Nykänen geglückt war.
Der Freude nicht genug, folgt mit der von Heinz Kuttin harmonisch eingeschworen Mannschaft im Team-Springen der zweite Silberstreich und damit die 20. Medaille des Stubaiers bei internationalen Titelkämpfen.

Der Angezählte war plötzlich wieder im Focus - nicht weil die Form am Punkt war, sondern weil ein mentaler Kraftakt und ein Maximum an Gefühl abgerufen wurde.

Und jetzt?
Nimmt das Lustprojekt seinen Lauf.
Dank der Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Innsbruck erhält die physische Komponente neue Hebel. Das Sprungtraining genießt dank des regen Austausches zwischen Chef- und Stützpunkttrainern, sowie der offenen Karten mit denen im Adlerhorst gespielt wird, ein Maximum an Qualität.

Das bisher Erreichte und der Prozess den es braucht um ganz oben zu stehen, sind Motivation und Herausforderung genug. Die Leidenschaft ist bestens aufgelegt, die Vorbereitungen haben längst begonnen und je näher der Winter rückt, umso größer wird die Ungeduld. Das ist in Stein gemeißelt.