Gregor Schlierenzauer
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HALLO
3. September 2016
Hi Leute,

der Sommer verläuft weiterhin arbeitsintensiv, aber auch genussreich.
Mein Alltag wird durch das therapeutische Programm und generelle Training bestimmt, zwischenzeitlich ändere ich dafür die Location, um bei der Arbeit neue Reize zu setzen.

Das hat mich beispielsweise wieder beim Stanglwirt in Going einkehren lassen, wo ich in sehr freundschaftlicher Atmosphäre meine To-do Liste abgearbeitet habe, aber auch durchschnaufen und genießen konnte. Interessant und eine ebenfalls sehr willkommene Abwechslung war der Besuch des Austrian Leadership Programs, ein Treffen internationaler Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik, das in meinem Wohnzimmer am Bergisel stattgefunden hat.

Ebenso verfolgt und mitgefiebert habe ich die Sommer-Spiele in Rio, zwar von zu Hause aus, aber mit viel Sitzfleisch und noch mehr Enthusiasmus. Begeistert hat mich dabei einmal mehr die Leistung von Michael Phelps, der sein Comeback mit sechs weiteren Medaillen gekrönt hat, davon fünf aus Gold.
Über die Bilanz der heimischen Sportler – an dieser Stelle herzliche Gratulation an die Bronzemedaillen-Gewinner Thomas Zajac und Tanja Frank – wurde viel diskutiert. Ob das am Zugang und der österreichischen Sportkultur etwas ändern bleibt abzuwarten, ich bin aber davon überzeugt, dass diejenigen, die sich für Olympische Spiele qualifizieren, auch alles aus sich herausholen.

Bleibt gesund und sportlich, bis bald,
Euer GS

 

Hi Leute,

der Sommer verläuft weiterhin arbeitsintensiv, aber auch genussreich.
Mein Alltag wird durch das therapeutische Programm und generelle Training bestimmt, zwischenzeitlich ändere ich dafür die Location, um bei der Arbeit neue Reize zu setzen.

Das hat mich beispielsweise wieder beim Stanglwirt in Going einkehren lassen, wo ich in sehr freundschaftlicher Atmosphäre meine To-do Liste abgearbeitet habe, aber auch durchschnaufen und genießen konnte. Interessant und eine ebenfalls sehr willkommene Abwechslung war der Besuch des Austrian Leadership Programs, ein Treffen internationaler Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik, das in meinem Wohnzimmer am Bergisel stattgefunden hat.

Ebenso verfolgt und mitgefiebert habe ich die Sommer-Spiele in Rio, zwar von zu Hause aus, aber mit viel Sitzfleisch und noch mehr Enthusiasmus. Begeistert hat mich dabei einmal mehr die Leistung von Michael Phelps, der sein Comeback mit sechs weiteren Medaillen gekrönt hat, davon fünf aus Gold.
Über die Bilanz der heimischen Sportler – an dieser Stelle herzliche Gratulation an die Bronzemedaillen-Gewinner Thomas Zajac und Tanja Frank – wurde viel diskutiert. Ob das am Zugang und der österreichischen Sportkultur etwas ändern bleibt abzuwarten, ich bin aber davon überzeugt, dass diejenigen, die sich für Olympische Spiele qualifizieren, auch alles aus sich herausholen.

Bleibt gesund und sportlich, bis bald,
Euer GS

 

FOTO
GRAFIE
FOTO
GRAFIE
throwback snapshots
31. August 2016
PORTRAIT
PORTRAIT
DINGE
PASSIEREN
DINGE
PASSIEREN
Birthdate
07.01.1990
Home Town
Fulpmes, AUT
Home Jump
Bergisel, Innsbruck AUT
Sport Club
SV Innsbruck-Bergisel
I like
Fotografie, Design, Kochen, Skifahren, Golf, Fußball, Tennis
Body Height
180cm
Farthest Jump
243.5m, Vikersund, NOR
Ski
Fischer
BEWUSSTSEINSERWEITERUNG

Reife wird einem nicht in die Wiege gelegt. Reife passiert und definiert sich als zeitloser und schleichender Prozess, der  Gelassenheit im System verankert und Demut produziert. Die Akzeptanz von Schwäche nimmt Fahrt auf, sportliche Talsohlen sind weder negativ, noch belastend, sondern werden als Herausforderung gesehen und mit Zielstrebigkeit angenommen.

Aus diesen Gründen und genau deshalb nahm eine eher magere Saison eine plötzliche Wende und wurde zu einer der wertvollsten in Gregor Schlierenzauers Karriere.

Neues Trainerteam, anderes Bindungssystem, andere Reize - der nacholympische Sommer brachte frischen Wind und einen Neustart des Systems mit sich. Die Vorbereitung verlief rundum positiv, es war viel Energie und Harmonie drinnen, das Wir-Gefühl kam in Schwung, die Ehrlichkeit kehrte zurück.

Trotz dieser schmackhaften Vorzeichen vermochte der erfolgsgeeichte Stubaier sein Potential im Weltcup aber zunächst nicht auszuschöpfen - abgesehen von einem Sieg in Lillehammer und einer weiteren Podest-Platzierung in Russland verlief die erste Saisonhälfte ungewöhnlich holprig.

Probleme mit der Materialabstimmung und Anfahrtsposition forderten einen Kurswechsel, der während der Saison aufgrund der Programmdichte allerdings leichter gesagt, als getan ist. Es folgten eine Vielzahl an Lehrstunden, andere Blickwinkel, keine Spur von Resignation und Nahrung für hungrige Kritiker.

EHRLICH, GERADLINIG, ZIELSTREBIG, LEIDENSCHAFTLICH
 

Dann kamen Falun und die Nordischen Titelkämpfe und ausgerechnet an den berühmt berüchtigten, weil alles entscheidenden Tagen, stieg Phönix aus der Asche.

Mit Silber auf der Großschanze gewann Gregor Schlierenzauer zum vierten Mal eine Einzelmedaille bei Nordischen Ski-Weltmeisterschaften - ein Kunststück, das zuvor nur dem Finnen Matti Nykänen geglückt war.
Der Freude nicht genug, folgt mit der von Heinz Kuttin harmonisch eingeschworen Mannschaft im Team-Springen der zweite Silberstreich und damit die 20. Medaille des Stubaiers bei internationalen Titelkämpfen.

Der Angezählte war plötzlich wieder im Focus - nicht weil die Form am Punkt war, sondern weil ein mentaler Kraftakt und ein Maximum an Gefühl abgerufen wurde.

Und jetzt?
Nimmt das Lustprojekt seinen Lauf.
Dank der Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Innsbruck erhält die physische Komponente neue Hebel. Das Sprungtraining genießt dank des regen Austausches zwischen Chef- und Stützpunkttrainern, sowie der offenen Karten mit denen im Adlerhorst gespielt wird, ein Maximum an Qualität.

Das bisher Erreichte und der Prozess den es braucht um ganz oben zu stehen, sind Motivation und Herausforderung genug. Die Leidenschaft ist bestens aufgelegt, die Vorbereitungen haben längst begonnen und je näher der Winter rückt, umso größer wird die Ungeduld. Das ist in Stein gemeißelt.