Gregor Schlierenzauer

Vlog GS 2 // 13.11.2017 // Innsbruck & Salzburg, Austria

17. November 2017

Training in Innsbruck
#quattroroadtrip nach Salzburg
Besuch der Powerstation auf der Gast #givesyouwings
Auftritt bei Sport&Talk im Hangar7 #weitergehen
Training in Innsbruck
#quattroroadtrip nach Salzburg
Besuch der Powerstation auf der Gast #givesyouwings
Auftritt bei Sport&Talk im Hangar7 #weitergehen

ES GEHT WEITER

12. November 2017

 Es ist erst 12 Tage her, da hab ich mir eine Knieverletzung zugezogen. Einen Seitenband Einriss.

Ich muss wirklich sagen: Mir geht es sehr gut! Ich möchte mich in erster Linie bei allen Physiotherapeuten und Betreuern bedanken, die von erster Stunde der Diagnose an, mit mir gearbeitet haben, damit das Knie wieder richtig gut wird.
Wann es genau wieder zu 100% belastbar ist, steht natürlich in den Sternen, aber ich fühle mich sehr gut, ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf.

Es ist natürlich jetzt ein bisschen eine andere Vorbereitung, der Saisonstart findet leider ohne mich statt, obwohl ich wirklich sehr gerne nach Polen gekommen und von Anfang an bei dieser Olympiasaison dabei gewesen wäre. Aber man muss das so annehmen wie es ist. Ich werde Ende November, geplant am 25. wieder in Österreich Schispringen und mich Schritt für Schritt zurücktasten zur Weltspitze. Wann ich dann tatsächlich wieder in den Weltcup einsteige, steht noch in den Sternen, es geht die Gesundheit des Knies vor, aber ich bin wirklich sehr guter Dinge und freu mich wenn ich wieder auf der Schanze stehen darf.
Bis dorthin steht natürlich Training, Reha und Physiotherapie auf dem Programm.
Also das „Gewohnte“, was ich die letzten Monate sooft gehabt hab. Es ist aber trotzdem für mich etwas Besonderes und es macht riesen Spaß.

Im ersten Moment, wenn man im Schnee liegt, wenn das Knie schmerzt, wenn das Knie sticht, dann denkt man sich: Warum jetzt schon wieder? Aber ab dem Moment in dem man die Diagnose bekommt und weiß was los ist, ein bisschen die Sicherheit bekommt, dass Gott sei Dank nicht soviel passiert ist, dann hat man eh schon wieder einen anderen Plan im Kopf.
Es ist als Athlet natürlich nie ideal eine Verletzung zu haben, egal wann es passiert, aber ich bin in erster Linie dankbar und froh, dass die Gesundheit nach wie vor da ist, dass es nicht so schlimm ist.
Das einzige was sich verändert hat, ist der Zeitpunkt, wann ich wieder einsteigen darf und ich werde die Zeit jetzt nutzen.

 

 

Wie ihr die Zeit nutzen könnt: 
Nicht verpassen: ‚Weitergehen‘ - meine bewegende Dokumentation über meinen Weg aus der Sinnkrise läuft am 13.11., 20.15 Uhr auf Servus TV; am 18.11., 18.00 Uhr bei ORF1 und on demand auf www.redbull.tv/weitergehen.


----------------------------------------------------


It's been 12 days since I've suffered a knee injury. A sideband tear.

I have to say: I'm fine! First and foremost I would like to thank all the physiotherapists and my team who have been working with me from the first hour of diagnosis, so that the knee becomes really well again. When it is exactly 100% loadable, of course, is in the stars, but I feel very good, I'm really very satisfied with the progress so far.

Of course it is a bit different now, the start of the season will unfortunately take place without me, although I really really wanted to come to Poland and be part of this Olympic season right from the start. But I have to accept this. At the end of november, planned on the 25th, I’ll start ski jumping in austria again coming back step by step to the top of the world. The Date when I’ll actually be back in the World Cup, is still in the stars, it is about the health of the knee. I’m sure everything is gonna be find and I’m waiting forward to be back on the hill again. Now there is training, rehab and physiotherapy scheduled. So the "familiar", a schedule I had a lot in the last few months. But it is still something special for me and it is great fun.

At the first moment, when you lie in the snow, when your knee hurts, when your knee pricks, then you think to yourself: Why now again? But from the moment you get the diagnosis and you know what's going on, you get the knowledge, that, thank God, it’s not that bad, then you figure out another plan in mind again. Of course, as an athlete, it's never nice to have an injury, no matter when it happens, but first and foremost I'm grateful and glad that overall, health is still there and that it's not that bad.

The only thing that has changed is the date, when I can get back in and I will use this extra time now.

 

 Es ist erst 12 Tage her, da hab ich mir eine Knieverletzung zugezogen. Einen Seitenband Einriss.

Ich muss wirklich sagen: Mir geht es sehr gut! Ich möchte mich in erster Linie bei allen Physiotherapeuten und Betreuern bedanken, die von erster Stunde der Diagnose an, mit mir gearbeitet haben, damit das Knie wieder richtig gut wird.
Wann es genau wieder zu 100% belastbar ist, steht natürlich in den Sternen, aber ich fühle mich sehr gut, ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf.

Es ist natürlich jetzt ein bisschen eine andere Vorbereitung, der Saisonstart findet leider ohne mich statt, obwohl ich wirklich sehr gerne nach Polen gekommen und von Anfang an bei dieser Olympiasaison dabei gewesen wäre. Aber man muss das so annehmen wie es ist. Ich werde Ende November, geplant am 25. wieder in Österreich Schispringen und mich Schritt für Schritt zurücktasten zur Weltspitze. Wann ich dann tatsächlich wieder in den Weltcup einsteige, steht noch in den Sternen, es geht die Gesundheit des Knies vor, aber ich bin wirklich sehr guter Dinge und freu mich wenn ich wieder auf der Schanze stehen darf.
Bis dorthin steht natürlich Training, Reha und Physiotherapie auf dem Programm.
Also das „Gewohnte“, was ich die letzten Monate sooft gehabt hab. Es ist aber trotzdem für mich etwas Besonderes und es macht riesen Spaß.

Im ersten Moment, wenn man im Schnee liegt, wenn das Knie schmerzt, wenn das Knie sticht, dann denkt man sich: Warum jetzt schon wieder? Aber ab dem Moment in dem man die Diagnose bekommt und weiß was los ist, ein bisschen die Sicherheit bekommt, dass Gott sei Dank nicht soviel passiert ist, dann hat man eh schon wieder einen anderen Plan im Kopf.
Es ist als Athlet natürlich nie ideal eine Verletzung zu haben, egal wann es passiert, aber ich bin in erster Linie dankbar und froh, dass die Gesundheit nach wie vor da ist, dass es nicht so schlimm ist.
Das einzige was sich verändert hat, ist der Zeitpunkt, wann ich wieder einsteigen darf und ich werde die Zeit jetzt nutzen.

 

 

Wie ihr die Zeit nutzen könnt: 
Nicht verpassen: ‚Weitergehen‘ - meine bewegende Dokumentation über meinen Weg aus der Sinnkrise läuft am 13.11., 20.15 Uhr auf Servus TV; am 18.11., 18.00 Uhr bei ORF1 und on demand auf www.redbull.tv/weitergehen.


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It's been 12 days since I've suffered a knee injury. A sideband tear.

I have to say: I'm fine! First and foremost I would like to thank all the physiotherapists and my team who have been working with me from the first hour of diagnosis, so that the knee becomes really well again. When it is exactly 100% loadable, of course, is in the stars, but I feel very good, I'm really very satisfied with the progress so far.

Of course it is a bit different now, the start of the season will unfortunately take place without me, although I really really wanted to come to Poland and be part of this Olympic season right from the start. But I have to accept this. At the end of november, planned on the 25th, I’ll start ski jumping in austria again coming back step by step to the top of the world. The Date when I’ll actually be back in the World Cup, is still in the stars, it is about the health of the knee. I’m sure everything is gonna be find and I’m waiting forward to be back on the hill again. Now there is training, rehab and physiotherapy scheduled. So the "familiar", a schedule I had a lot in the last few months. But it is still something special for me and it is great fun.

At the first moment, when you lie in the snow, when your knee hurts, when your knee pricks, then you think to yourself: Why now again? But from the moment you get the diagnosis and you know what's going on, you get the knowledge, that, thank God, it’s not that bad, then you figure out another plan in mind again. Of course, as an athlete, it's never nice to have an injury, no matter when it happens, but first and foremost I'm grateful and glad that overall, health is still there and that it's not that bad.

The only thing that has changed is the date, when I can get back in and I will use this extra time now.

 

Wieder das Knie :(

1. November 2017

Was passiert ist:
Am Montag den 30.Oktober bin ich beim ÖSV Trainingskurs in der Ramsau auf der Gleitspur beim Ausfahren gestürzt.


Es ist ziemlich blöd gelaufen:

Ich hab mich verschnitten, mir hat es den Schi im Schnee verkantet und dabei hat es mir das rechte Knie verdreht. Ich hab sehr schnell gespürt, dass etwas nicht stimmt und mir ist auch gleich leicht schlecht geworden.
Daraufhin bin ich sofort nach Innsbruck zu einem Spezialisten gefahren, um das anschauen und ein MRI machen zu lassen. Dr. Wulf Glötzer hat mir dann die Diagnose gestellt, dass das Seitenband eingerissen ist, ich einen Bluterguss im Knochen habe und das Kreuzband überdehnt ist.

 

Das ist natürlich kein guter Moment, weil ich dadurch den Weltcup Auftakt in Wisla heuer versäumen werde.
Es gibt aber viel bitterere Dinge im Leben. In erster Linie bin ich froh dass nicht mehr passiert ist. Solche Missgeschicke passieren im Spitzensport und es ist mir leicht gefallen, das zu akzeptieren. Es hat sich nichts geändert außer der Zeitpunkt an dem ich wieder im Weltcup starten werde.


Ich war im ersten Moment war ich natürlich sehr enttäuscht. Wieder im Auslauf zu liegen und Schmerzen zu spüren war ein schreckliches Gefühlt.

Mir geht es jetzt aber wieder sehr gut. Ich sehe es positiv: Ich hab jetzt mehr Zeit in der Vorbereitung auf Schnee. Rückschläge gehören dazu und ich kann es eh nicht ändern.

Wir werden das Knie jetzt ohne Operation behandeln. In erster Linie also ruhig stellen mit einer Schiene, damit das Seitenband verheilen kann.

Ich werde weiterhin auf mein Gefühl vertrauen und erst dann wieder starten wenn das Knie ausgeheilt ist und ich mich bereit fühle.


Dass mein Körper, Gott sei Dank, sehr schnell heilt, stimmt mich natürlich auch positiv.
Ich werde, gemeinsam mit meinem Team, Tag für Tag schauen wie das Knie funktioniert und was der Kopf sagt. Eben Schritt für Schritt weitergehen.
Ich vermisse das Schispringen und das Gefühl in der Luft. Das ist die beste Motivation die es geben kann.

 

---------------------------------------------------------

What happened:
On Monday the 30th of October I fell on the ÖSV training course in Ramsau on the slip track when driving out.

It went pretty stupid: the ski tilted in the snow and twisted my right knee.
I felt immediatly that something was wrong and I felt a bit sick.
As a result, I rushed to a specialist in Innsbruck to have a look at it and have an MRI done. Dr. Wulf Glötzer then made the diagnosis that the side ligament is torn, I have a bruise in the bone and the cruciate ligament is overstretched.

Of course, that's not a good moment because I'll miss the World Cup start in Wisla this year.
But there are much more bitter things in life. First and foremost, I am glad that nothing even worst happend. Such mishaps happen in elite sports and it was easy for me to accept that. Nothing has changed except the date when I will start again in the World Cup.
At first I was very disappointed of course. Lying back in the snow and feeling pain was a terrible feeling.

But I'm feeling very well again. I see it positively: I now have more time in preparation for snow. Setbacks are part of it and I can not change it anyway.

We will now treat the knee without surgery. First of all, keep calm with a rail so that the sideband can heal.

I will continue to trust in my feelings and only start again when the knee is healed and I feel ready. I makes me positive that, thank God, my body heals very quickly.

Together with my team I will see day after day how the knee works and what my head says. Moving on step by step.
I miss ski jumping and the feeling in the air. That's the best motivation there can be.

 

Was passiert ist:
Am Montag den 30.Oktober bin ich beim ÖSV Trainingskurs in der Ramsau auf der Gleitspur beim Ausfahren gestürzt.


Es ist ziemlich blöd gelaufen:

Ich hab mich verschnitten, mir hat es den Schi im Schnee verkantet und dabei hat es mir das rechte Knie verdreht. Ich hab sehr schnell gespürt, dass etwas nicht stimmt und mir ist auch gleich leicht schlecht geworden.
Daraufhin bin ich sofort nach Innsbruck zu einem Spezialisten gefahren, um das anschauen und ein MRI machen zu lassen. Dr. Wulf Glötzer hat mir dann die Diagnose gestellt, dass das Seitenband eingerissen ist, ich einen Bluterguss im Knochen habe und das Kreuzband überdehnt ist.

 

Das ist natürlich kein guter Moment, weil ich dadurch den Weltcup Auftakt in Wisla heuer versäumen werde.
Es gibt aber viel bitterere Dinge im Leben. In erster Linie bin ich froh dass nicht mehr passiert ist. Solche Missgeschicke passieren im Spitzensport und es ist mir leicht gefallen, das zu akzeptieren. Es hat sich nichts geändert außer der Zeitpunkt an dem ich wieder im Weltcup starten werde.


Ich war im ersten Moment war ich natürlich sehr enttäuscht. Wieder im Auslauf zu liegen und Schmerzen zu spüren war ein schreckliches Gefühlt.

Mir geht es jetzt aber wieder sehr gut. Ich sehe es positiv: Ich hab jetzt mehr Zeit in der Vorbereitung auf Schnee. Rückschläge gehören dazu und ich kann es eh nicht ändern.

Wir werden das Knie jetzt ohne Operation behandeln. In erster Linie also ruhig stellen mit einer Schiene, damit das Seitenband verheilen kann.

Ich werde weiterhin auf mein Gefühl vertrauen und erst dann wieder starten wenn das Knie ausgeheilt ist und ich mich bereit fühle.


Dass mein Körper, Gott sei Dank, sehr schnell heilt, stimmt mich natürlich auch positiv.
Ich werde, gemeinsam mit meinem Team, Tag für Tag schauen wie das Knie funktioniert und was der Kopf sagt. Eben Schritt für Schritt weitergehen.
Ich vermisse das Schispringen und das Gefühl in der Luft. Das ist die beste Motivation die es geben kann.

 

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What happened:
On Monday the 30th of October I fell on the ÖSV training course in Ramsau on the slip track when driving out.

It went pretty stupid: the ski tilted in the snow and twisted my right knee.
I felt immediatly that something was wrong and I felt a bit sick.
As a result, I rushed to a specialist in Innsbruck to have a look at it and have an MRI done. Dr. Wulf Glötzer then made the diagnosis that the side ligament is torn, I have a bruise in the bone and the cruciate ligament is overstretched.

Of course, that's not a good moment because I'll miss the World Cup start in Wisla this year.
But there are much more bitter things in life. First and foremost, I am glad that nothing even worst happend. Such mishaps happen in elite sports and it was easy for me to accept that. Nothing has changed except the date when I will start again in the World Cup.
At first I was very disappointed of course. Lying back in the snow and feeling pain was a terrible feeling.

But I'm feeling very well again. I see it positively: I now have more time in preparation for snow. Setbacks are part of it and I can not change it anyway.

We will now treat the knee without surgery. First of all, keep calm with a rail so that the sideband can heal.

I will continue to trust in my feelings and only start again when the knee is healed and I feel ready. I makes me positive that, thank God, my body heals very quickly.

Together with my team I will see day after day how the knee works and what my head says. Moving on step by step.
I miss ski jumping and the feeling in the air. That's the best motivation there can be.