Gregor Schlierenzauer

Oberstdorf

29. Dezember 2015

Severin Freund gewinnt das Auftaktspringen der 64. Vierschanzentournee, Gregor zieht gegen Kenneth Gangnes den Kürzeren.
 
117 Meter reichen Gregor in Oberstdorf weder für den starken Norweger noch für die Qualifikation über das Lucky Looser Ranking. Damit ist der Weltcup-Rekordhalter im zweiten Durchgang lediglich Zuschauer, eine Rolle, die ungewöhnlich ist, aber angenommen wird. Mit Severin Freund landet Deutschland nach 13 Jahren wieder einen Heimsieg in Oberstdorf, Michael Hayböck und Peter Prevc fliegen in Lauerposition.
 
Gregor, das zweite Mal in deiner Karriere scheiterst du an eine Qualifikation für den zweiten Durchgang, woran lag es und wie tief sitzt der Stachel?
Ich springe nicht gut Ski, das Niveau ist hoch, damit kann nichts Gutes herauskommen und klar bin ich enttäuscht, aber deshalb geht die Welt nicht unter. Ich muss die Situation nehmen wie sie ist und werde mich nicht von meinem Weg abbringen lassen.
 
Wie sieht dieser aus?
Fakt ist, dass mir aktuell zehn Meter fehlen, da braucht man nicht viel tüfteln, sondern muss ordentlich etwas verändern. Ich muss den Tag noch mit Heinz und dem Trainerteam analysieren, dann heißt es gut schlafen und morgen wieder auf´s Gas zu steigen. Ich bin nach wie vor motiviert, die super Leistungen von Michi und Stefan zeigen, dass das Team sehr gut arbeitet, das freut mich sehr und pusht zusätzlich.
 
Wie lauten deine Erwartungen für Garmisch?
Nach der tollen Stimmung in Oberstdorf und Severin als Leader wird es auch beim Neujahrsspringen ordentlich abgehen. Darauf freue ich mich schon sehr, sonst habe ich keine großartigen Erwartungen. Ich werde mich bestmöglich vorbereiten, reinbeißen und alles geben, mehr kann ich nicht machen.
 
Sonst?
Bin ich nicht sicher, ob ich 2015 noch einmal zum Posten komme, darum wünsche ich euch schon heute einen feinen Rutsch und ein gesundes und zufriedenes 2016. Ich weiß euren Rückhalt wirklich sehr zu schätzen, vielen Dank euch allen!

 

Severin Freund gewinnt das Auftaktspringen der 64. Vierschanzentournee, Gregor zieht gegen Kenneth Gangnes den Kürzeren.
 
117 Meter reichen Gregor in Oberstdorf weder für den starken Norweger noch für die Qualifikation über das Lucky Looser Ranking. Damit ist der Weltcup-Rekordhalter im zweiten Durchgang lediglich Zuschauer, eine Rolle, die ungewöhnlich ist, aber angenommen wird. Mit Severin Freund landet Deutschland nach 13 Jahren wieder einen Heimsieg in Oberstdorf, Michael Hayböck und Peter Prevc fliegen in Lauerposition.
 
Gregor, das zweite Mal in deiner Karriere scheiterst du an eine Qualifikation für den zweiten Durchgang, woran lag es und wie tief sitzt der Stachel?
Ich springe nicht gut Ski, das Niveau ist hoch, damit kann nichts Gutes herauskommen und klar bin ich enttäuscht, aber deshalb geht die Welt nicht unter. Ich muss die Situation nehmen wie sie ist und werde mich nicht von meinem Weg abbringen lassen.
 
Wie sieht dieser aus?
Fakt ist, dass mir aktuell zehn Meter fehlen, da braucht man nicht viel tüfteln, sondern muss ordentlich etwas verändern. Ich muss den Tag noch mit Heinz und dem Trainerteam analysieren, dann heißt es gut schlafen und morgen wieder auf´s Gas zu steigen. Ich bin nach wie vor motiviert, die super Leistungen von Michi und Stefan zeigen, dass das Team sehr gut arbeitet, das freut mich sehr und pusht zusätzlich.
 
Wie lauten deine Erwartungen für Garmisch?
Nach der tollen Stimmung in Oberstdorf und Severin als Leader wird es auch beim Neujahrsspringen ordentlich abgehen. Darauf freue ich mich schon sehr, sonst habe ich keine großartigen Erwartungen. Ich werde mich bestmöglich vorbereiten, reinbeißen und alles geben, mehr kann ich nicht machen.
 
Sonst?
Bin ich nicht sicher, ob ich 2015 noch einmal zum Posten komme, darum wünsche ich euch schon heute einen feinen Rutsch und ein gesundes und zufriedenes 2016. Ich weiß euren Rückhalt wirklich sehr zu schätzen, vielen Dank euch allen!

 

FROHE WEIHNACHTEN

23. Dezember 2015

Hi Leute,

es ist höchste Zeit euch eine besinnliche und rundum zufriedene Weihnachtszeit zu wünschen, einmal mehr für die zahlreiche Post und euren Zuspruch zu danken und kurz auf den Stand der Dinge einzugehen.

Ich habe mich nach dem Weltcup-Wochenende in Lillehammer und nach Rücksprache mit Heinz von meinem Vertrauensarzt in Innsbruck durchchecken lassen, um auch in gesundheitlicher Hinsicht Sicherheit zu bekommen. Ich denke das ist ein recht normaler, alltäglicher Prozess, aber es hat jede Menge Spekulationen gegeben, Gerüchte über eine stationäre Aufnahme oder ein Burnout haben die Runde gemacht. Beides ist völlig aus der Luft gegriffen, die „Sorge“ mancher Medien war völlig überzogen.

Nach dem ich zunächst bewusst Abstand vom Sport und der Schanze gesucht habe, bin ich letzte Woche wieder nach Lillehammer zurück, zum einen weil der Winter in Norwegen bei mir einfach positive Emotionen weckt und natürlich auch, weil dort die einzige Großschanze ist, auf der man aktuell in Europa und abseits der Wettkampfbühne springen kann. Ohne Vorgabe, kein Top-Material, keine Weitenjagd, einfach nur anfahren, abspringen und ein paar Sekunden Fliegen. Es ging mir um den zwanglosen Zugang, nicht um das funktionieren müssen und genau das habe ich wieder ganz gut verinnerlichen können.

Es waren sicher keine perfekten Sprünge, aber ich habe mich bei dem was ich getan habe um einiges wohler gefühlt, das ist mir zuletzt abgegangen. Damit blicke ich wieder zuversichtlicher nach vorne, auch wenn mir bewusst ist, dass ich kein aktueller Siegspringer bin und noch sehr viel Arbeit auf mich wartet. Ich möchte mich auch als Person weiterentwickeln und nehme die Herausforderung sehr gerne an. Man darf keine Wunderdinge erwarten, so gesehen verspüre ich auch keinen Druck und bin allen sehr dankbar, die mir die Auszeit ermöglicht haben.

Frohe Weihnachten euch allen,
euer GS
 

 

Hi Leute,

es ist höchste Zeit euch eine besinnliche und rundum zufriedene Weihnachtszeit zu wünschen, einmal mehr für die zahlreiche Post und euren Zuspruch zu danken und kurz auf den Stand der Dinge einzugehen.

Ich habe mich nach dem Weltcup-Wochenende in Lillehammer und nach Rücksprache mit Heinz von meinem Vertrauensarzt in Innsbruck durchchecken lassen, um auch in gesundheitlicher Hinsicht Sicherheit zu bekommen. Ich denke das ist ein recht normaler, alltäglicher Prozess, aber es hat jede Menge Spekulationen gegeben, Gerüchte über eine stationäre Aufnahme oder ein Burnout haben die Runde gemacht. Beides ist völlig aus der Luft gegriffen, die „Sorge“ mancher Medien war völlig überzogen.

Nach dem ich zunächst bewusst Abstand vom Sport und der Schanze gesucht habe, bin ich letzte Woche wieder nach Lillehammer zurück, zum einen weil der Winter in Norwegen bei mir einfach positive Emotionen weckt und natürlich auch, weil dort die einzige Großschanze ist, auf der man aktuell in Europa und abseits der Wettkampfbühne springen kann. Ohne Vorgabe, kein Top-Material, keine Weitenjagd, einfach nur anfahren, abspringen und ein paar Sekunden Fliegen. Es ging mir um den zwanglosen Zugang, nicht um das funktionieren müssen und genau das habe ich wieder ganz gut verinnerlichen können.

Es waren sicher keine perfekten Sprünge, aber ich habe mich bei dem was ich getan habe um einiges wohler gefühlt, das ist mir zuletzt abgegangen. Damit blicke ich wieder zuversichtlicher nach vorne, auch wenn mir bewusst ist, dass ich kein aktueller Siegspringer bin und noch sehr viel Arbeit auf mich wartet. Ich möchte mich auch als Person weiterentwickeln und nehme die Herausforderung sehr gerne an. Man darf keine Wunderdinge erwarten, so gesehen verspüre ich auch keinen Druck und bin allen sehr dankbar, die mir die Auszeit ermöglicht haben.

Frohe Weihnachten euch allen,
euer GS
 

 

DER WEG BLEIBT DAS ZIEL

16. Dezember 2015

Hi Leute,

vorweg möchte ich euch sehr sehr herzlich für eure vielen Posts und Nachrichten danken. Auch wenn mir klar ist, dass es nur an mir liegt, tut die breite Rückendeckung extrem gut, das ist gar keine Frage.

Wie angekündigt habe ich die Schanzen und Trainingszentren in den letzten Tagen bewusst gemieden, um dadurch den Kopf freizubekommen. Ich war viel mit meinen Gedanken alleine, habe mich aber auch mit meinen Trainern und Vertrauenspersonen weiter ausgetauscht. Es waren intensive und sehr wichtige Gespräche, die mir geholfen haben den Druck von meinen Schultern zu nehmen und die Dinge auf den Punkt zu bekommen.

Es gibt bei weitem Schlimmeres als ein Formtief und der Schlüssel zum Erfolg ist ein entkrampfter und freudiger Zugang - dessen bin ich mir durchaus bewusst. Es auszusprechen ist allerdings eine, es zu verinnerlichen eine ganz andere Sache. Deshalb werde ich den Wettkampf in Engelberg auslassen und den Prozess, den ich aktuell durchlaufe, fortsetzen. Mein Ziel ist ganz klar mich für Oberstdorf und das Tournee-Aufgebot zu empfehlen. Die vergangenen Tage haben mir mentale Energie zurückgebracht, jetzt gilt es den Hunger und die Freude an der Sache zu maximieren. Dafür gibt es kein mathematisches Rezept, das muss einfach passieren.

Damit tauche ich neuerlich ab und werde die Zeit bis Weihnachten mit einem Mix aus Zerstreuung und Training nutzen. Ich muss nicht an meiner Technik, an der Hocke oder meiner Kondition arbeiten, ich muss nicht am Material tüfteln oder die Flugphase perfektionieren, in der Richtung haben mich die Trainer perfekt hinbekommen. Es geht einfach um eine losgelöste, entkrampfte Bewegung ohne Weitenmessung und großartiger Analyse.
Genau das gilt es umzusetzen, dann schauen wir weiter.

Habt eine harmonische vorweihnachtliche Zeit.
bis bald,
Euer GS

 

Hi Leute,

vorweg möchte ich euch sehr sehr herzlich für eure vielen Posts und Nachrichten danken. Auch wenn mir klar ist, dass es nur an mir liegt, tut die breite Rückendeckung extrem gut, das ist gar keine Frage.

Wie angekündigt habe ich die Schanzen und Trainingszentren in den letzten Tagen bewusst gemieden, um dadurch den Kopf freizubekommen. Ich war viel mit meinen Gedanken alleine, habe mich aber auch mit meinen Trainern und Vertrauenspersonen weiter ausgetauscht. Es waren intensive und sehr wichtige Gespräche, die mir geholfen haben den Druck von meinen Schultern zu nehmen und die Dinge auf den Punkt zu bekommen.

Es gibt bei weitem Schlimmeres als ein Formtief und der Schlüssel zum Erfolg ist ein entkrampfter und freudiger Zugang - dessen bin ich mir durchaus bewusst. Es auszusprechen ist allerdings eine, es zu verinnerlichen eine ganz andere Sache. Deshalb werde ich den Wettkampf in Engelberg auslassen und den Prozess, den ich aktuell durchlaufe, fortsetzen. Mein Ziel ist ganz klar mich für Oberstdorf und das Tournee-Aufgebot zu empfehlen. Die vergangenen Tage haben mir mentale Energie zurückgebracht, jetzt gilt es den Hunger und die Freude an der Sache zu maximieren. Dafür gibt es kein mathematisches Rezept, das muss einfach passieren.

Damit tauche ich neuerlich ab und werde die Zeit bis Weihnachten mit einem Mix aus Zerstreuung und Training nutzen. Ich muss nicht an meiner Technik, an der Hocke oder meiner Kondition arbeiten, ich muss nicht am Material tüfteln oder die Flugphase perfektionieren, in der Richtung haben mich die Trainer perfekt hinbekommen. Es geht einfach um eine losgelöste, entkrampfte Bewegung ohne Weitenmessung und großartiger Analyse.
Genau das gilt es umzusetzen, dann schauen wir weiter.

Habt eine harmonische vorweihnachtliche Zeit.
bis bald,
Euer GS

 

PAUSE

9. Dezember 2015

Hi Leute,

irgendwann mag man die Dinge nicht mehr schönreden, also habe ich am langen Heimweg von Lillehammer und dann zu Hause mit den Trainern und meinem Umfeld in aller Ruhe und Ehrlichkeit die Situation analysiert. Rausgekommen ist, dass ich Nischni Tagil auf jeden Fall mal auslassen werde und mich hinsichtlich der weiteren Tournee-Vorbereitung aktuell nicht festlegen möchte. Ich will die sprungfreie Zeit wirken lassen, der Abstand soll helfen den Knoten zu lösen.

Um wieder dort hinzukommen wo ich jahrelang war, habe ich in den vergangenen Monaten so ziemlich alles probiert, umgestellt, neu eingeschliffen und unternommen, was möglich ist und kann weder mir noch den Trainern mangelhafte Einstellung oder fehlende Motivation vorwerfen. Ich habe eine beinharte Vorbereitung hinter mir und extrem viel investiert, komme aber einfach nicht auf Meter und Weite. Das sind die Tatsachen, damit steige ich auf die Bremse und gehe ganz bewusst in die andere Richtung.

Ich möchte Abstand gewinnen, um die Müdigkeit, die ich aktuell verspüre aus dem Kopf raus- und neuen Schwung und Freude hinein zu bekommen. Wann und wie es konkret weitergeht, kann ich jetzt nicht sagen, denn genau darüber möchte ich mir Klar werden. Die Vierschanzen-Tournee bleibt das Ziel, der Weg dorthin muss sich aber erst ergeben.

Danke für euer Verständnis.
Euer GS

 

Hi Leute,

irgendwann mag man die Dinge nicht mehr schönreden, also habe ich am langen Heimweg von Lillehammer und dann zu Hause mit den Trainern und meinem Umfeld in aller Ruhe und Ehrlichkeit die Situation analysiert. Rausgekommen ist, dass ich Nischni Tagil auf jeden Fall mal auslassen werde und mich hinsichtlich der weiteren Tournee-Vorbereitung aktuell nicht festlegen möchte. Ich will die sprungfreie Zeit wirken lassen, der Abstand soll helfen den Knoten zu lösen.

Um wieder dort hinzukommen wo ich jahrelang war, habe ich in den vergangenen Monaten so ziemlich alles probiert, umgestellt, neu eingeschliffen und unternommen, was möglich ist und kann weder mir noch den Trainern mangelhafte Einstellung oder fehlende Motivation vorwerfen. Ich habe eine beinharte Vorbereitung hinter mir und extrem viel investiert, komme aber einfach nicht auf Meter und Weite. Das sind die Tatsachen, damit steige ich auf die Bremse und gehe ganz bewusst in die andere Richtung.

Ich möchte Abstand gewinnen, um die Müdigkeit, die ich aktuell verspüre aus dem Kopf raus- und neuen Schwung und Freude hinein zu bekommen. Wann und wie es konkret weitergeht, kann ich jetzt nicht sagen, denn genau darüber möchte ich mir Klar werden. Die Vierschanzen-Tournee bleibt das Ziel, der Weg dorthin muss sich aber erst ergeben.

Danke für euer Verständnis.
Euer GS

 

KEIN AHA-EFFEKT

6. Dezember 2015

Premiere für Kenneth Gangnes: Gestern starker zweiter, gewinnt der 26-jährige Norweger heute sein erstes Weltcupspringen, Gregor landet beim zweiten Lillehammer-Vergleich auf Rang 20.

Wie gestern wurde auch heute auf der Normalschanze zu Werke gegangen, wie gestern muss man bei der Analyse die Windrichtung berücksichtigen und wie gestern war viel Abwechslung und ordentlich Spannung drinnen.
Speziell im Finale, wo bei den Besten der Besten zunehmender Aufwind freiwillige Anlaufverkürzungen möglich machte, ging es über 100m. Kenneth Gangnes erster Einser ist gleichzeitig Norwegens erster Lillehammer-Sieg seit 2004, damals durch Roar Ljøkelsøy. Für Gregor Schlierenzauer endet der Wettkampf mit zwei 94m-Sprüngen auf Rang 20, die Enttäuschung ist nicht zu leugnen, die Suche nach der fehlenden Sicherheit wird auf Nischni Tagil verschoben.

Gregor, du hast vor den Bewerben gemeint, dass du dir keine Wunderdinge erwartest, aber deinen Weg bestätigen möchtest, in wie weit ist das gelungen?
Es war auch heute keine einfache Konkurrenz, Kenneth hat das wieder hervorragend gemacht und absolut verdient gewonnen, da kann man nur gratulieren. Der Blick auf die Ergebnisliste ist aus meiner Sicht ernüchternd und trotzdem bin ich der Meinung, dass wir in die richtige Richtung arbeiten. Die Situation bleibt nicht einfach, aber ich stelle mich dieser Herausforderung auch weiterhin und werde nicht locker lassen.

Woran scheitert es?
Ich bleibe dabei, dass es lediglich Kleinigkeiten sind, aber wenn die Sicherheit und das Selbstvertrauen fehlen wird die Angelegenheit eben schwierig. Speziell in so einer sensiblen Sportart.

Wie viel Freude macht das Ganze noch?

Klar wurmt es mich, dass ich hinterherspringe und kleinere Brötchen backen muss, aber wenn ich das was ich tue nicht mit Überzeugung und Leidenschaft tue, hätte ich die falsche Einstellung. Es zwingt mich ja niemand Skizuspringen, das suche ich mir selber aus und auch wenn es nicht leicht fällt die aktuelle Situation zu akzeptieren, ist es nach wie vor das Wissen um meine Möglichkeiten das mich hungrig nach vorne blicken lassen.
Premiere für Kenneth Gangnes: Gestern starker zweiter, gewinnt der 26-jährige Norweger heute sein erstes Weltcupspringen, Gregor landet beim zweiten Lillehammer-Vergleich auf Rang 20.

Wie gestern wurde auch heute auf der Normalschanze zu Werke gegangen, wie gestern muss man bei der Analyse die Windrichtung berücksichtigen und wie gestern war viel Abwechslung und ordentlich Spannung drinnen.
Speziell im Finale, wo bei den Besten der Besten zunehmender Aufwind freiwillige Anlaufverkürzungen möglich machte, ging es über 100m. Kenneth Gangnes erster Einser ist gleichzeitig Norwegens erster Lillehammer-Sieg seit 2004, damals durch Roar Ljøkelsøy. Für Gregor Schlierenzauer endet der Wettkampf mit zwei 94m-Sprüngen auf Rang 20, die Enttäuschung ist nicht zu leugnen, die Suche nach der fehlenden Sicherheit wird auf Nischni Tagil verschoben.

Gregor, du hast vor den Bewerben gemeint, dass du dir keine Wunderdinge erwartest, aber deinen Weg bestätigen möchtest, in wie weit ist das gelungen?
Es war auch heute keine einfache Konkurrenz, Kenneth hat das wieder hervorragend gemacht und absolut verdient gewonnen, da kann man nur gratulieren. Der Blick auf die Ergebnisliste ist aus meiner Sicht ernüchternd und trotzdem bin ich der Meinung, dass wir in die richtige Richtung arbeiten. Die Situation bleibt nicht einfach, aber ich stelle mich dieser Herausforderung auch weiterhin und werde nicht locker lassen.

Woran scheitert es?
Ich bleibe dabei, dass es lediglich Kleinigkeiten sind, aber wenn die Sicherheit und das Selbstvertrauen fehlen wird die Angelegenheit eben schwierig. Speziell in so einer sensiblen Sportart.

Wie viel Freude macht das Ganze noch?

Klar wurmt es mich, dass ich hinterherspringe und kleinere Brötchen backen muss, aber wenn ich das was ich tue nicht mit Überzeugung und Leidenschaft tue, hätte ich die falsche Einstellung. Es zwingt mich ja niemand Skizuspringen, das suche ich mir selber aus und auch wenn es nicht leicht fällt die aktuelle Situation zu akzeptieren, ist es nach wie vor das Wissen um meine Möglichkeiten das mich hungrig nach vorne blicken lassen.

RUMPFPROGRAMM

5. Dezember 2015

Severin Freund holt sich in einem Durchgang den Sieg in Lillehammer, Gregor wird 14.

Wind und Wetter meinen es mit den Skispringern weiterhin nicht gut.
Auch beim dritten Weltcup-Stopp in Lillehammer wurde das Programm massiv durcheinander gewirbelt, um überhaupt die Chance auf eine Konkurrenz zu bekommen, wurde die Qualifikation gestrichen und auf der Normalschanze gesprungen. Der erste und letztendlich einzige Wertungsdurchgang dauerte aufgrund zahlreicher Unterbrechungen über zwei Stunden, den besten Sprung zeigte Severin Freund, die Plätze zwei und drei gingen mit Kenneth Ganges und Andreas Stjernen an die Gastgeber. Gregor landete bei 91,5m und damit unmittelbar vor Kamil Stoch auf Platz 14.

Die äußeren Bedingungen scheinen sich heuer gegen euch Skispringen verschworen zu haben.
Stimmt, bisher hatten wir leider wenig Glück, aber auf das Wetter haben wir keinen Einfluss und das ist auch gut so.

Wie schwierig ist es, wenn man bei so wechselhaften Bedingungen springt und weiß, dass man auch das nötige Glück braucht, um auf Weite zu kommen?
Gar nicht. Das nötige Quäntchen Glück braucht es immer und überall, ich muss nehmen was kommt und dann alles daran setzen das Beste aus der Situation zu machen.

Wie zufrieden bist du mit deinem heutigen Sprung?
Ich habe das umsetzen können was möglich war und bin daher nicht unzufrieden. Wichtig ist, dass der Prozess vorangeht, die Richtung passt, ich hoffe das auch morgen unter Beweis stellen zu können.
 

Bleibt zu wünschen, dass morgen weniger gewartet und mehr gesprungen wird.
Genauso ist es.

 

Severin Freund holt sich in einem Durchgang den Sieg in Lillehammer, Gregor wird 14.

Wind und Wetter meinen es mit den Skispringern weiterhin nicht gut.
Auch beim dritten Weltcup-Stopp in Lillehammer wurde das Programm massiv durcheinander gewirbelt, um überhaupt die Chance auf eine Konkurrenz zu bekommen, wurde die Qualifikation gestrichen und auf der Normalschanze gesprungen. Der erste und letztendlich einzige Wertungsdurchgang dauerte aufgrund zahlreicher Unterbrechungen über zwei Stunden, den besten Sprung zeigte Severin Freund, die Plätze zwei und drei gingen mit Kenneth Ganges und Andreas Stjernen an die Gastgeber. Gregor landete bei 91,5m und damit unmittelbar vor Kamil Stoch auf Platz 14.

Die äußeren Bedingungen scheinen sich heuer gegen euch Skispringen verschworen zu haben.
Stimmt, bisher hatten wir leider wenig Glück, aber auf das Wetter haben wir keinen Einfluss und das ist auch gut so.

Wie schwierig ist es, wenn man bei so wechselhaften Bedingungen springt und weiß, dass man auch das nötige Glück braucht, um auf Weite zu kommen?
Gar nicht. Das nötige Quäntchen Glück braucht es immer und überall, ich muss nehmen was kommt und dann alles daran setzen das Beste aus der Situation zu machen.

Wie zufrieden bist du mit deinem heutigen Sprung?
Ich habe das umsetzen können was möglich war und bin daher nicht unzufrieden. Wichtig ist, dass der Prozess vorangeht, die Richtung passt, ich hoffe das auch morgen unter Beweis stellen zu können.
 

Bleibt zu wünschen, dass morgen weniger gewartet und mehr gesprungen wird.
Genauso ist es.