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ALLES IN DER RICHTIGEN SPUR

7. September 2017

Die vergangene Saison war die wohl wichtigste und lehrreichste Saison, die ich bisher hatte. Sie hat gezeigt: Nicht aufzugeben und für das, was man liebt, zu kämpfen, zahlt sich früher oder später aus.

Da es meine Verletzung, der Kreuzbandriss, nicht früher zugelassen hat, konnte ich letzte Saison meine ersten Sprünge erst im November machen. Im Jänner war ich aber schon wieder im Weltcup. Das war eine Challenge - glaubt es mir.
Der Fokus lag danach darauf, wieder in den Rhythmus zu kommen, die Sprünge zu genießen und Schritt für Schritt weiterzugehen.

Nach einer vollen Vorbereitung will ich aber natürlich wieder das ganze Potential abrufen. Wenn mir das gelingt, wird die Folge daraus ein gutes Resultat sein. Im Idealfall stehe ich sogar wieder ganz oben.

Und das, ohne darauf zu „vergessen“, die Sprünge und den Sport an sich zu genießen. Man könnte sagen: Das Genussprojekt geht weiter und wird hoffentlich lange nicht enden. =)

Aus der vergangenen Saison habe ich sehr viele Learnings mitgenommen. In der Entwicklung des Skisprungsports hat sich irrsinnig viel getan. Sowohl in der Entwicklung der Technik als auch beim Material, was auch immer eine Frage des Reglements ist.
Mit einem Siegsprung von vor fünf Jahren bist du mittlerweile nicht mehr vorne mit dabei. Falls es euch interessiert, schaut euch mal die Geschwindigkeiten bzw. die Anfahrtsluken an: Hier erkennt man deutlich, dass bei immer weniger Geschwindigkeit trotzdem die gleichen Weiten gesprungen werden.
Das ist im Leben und im Sport immer so: Mit dem, was vor Jahren funktioniert hat, wird man heuer außer Erfahrung nichts mehr gewinnen.

Versteht mich bitte nicht falsch: Ich will hier keine Gründe suchen, warum es schwer für mich wird.
Die alljährliche Herausforderung, die mir mit jungen Jahren so gut gelungen ist, ist, die Technik und das Material so abzustimmen, dass es passt und man ins Fliegen kommt.

Alles was ich erreicht habe, war wunderbar und eine ist schöne Erinnerung, das kann mir keiner nehmen. Aber es ist Geschichte : )

Es startet jede Saison bei null und jede Saison hat ihren eigenen Stempel. Ich freu mich auf eine intensive und besondere nächste Saison. Besondere Saison deshalb, weil ich nach einem Jahr Pause und einer herausfordernden Zeit, wieder in den Genuss komme, eine volle Vorbereitung für mich zu gestalten. Ich spüre Dankbarkeit diese harte Zeit erlebt zu haben und fühle mich gestärkt und gereift.
Jetzt geht es darum, jeden Tag das größtmögliche Potential abzurufen und meinem absoluten Ziel „den perfekten Sprung“ – möglichst oft zu schafft. Das ist nach wie vor meine größte Triebfeder und ein unglaubliches Gefühl, wenn man es erlebt.

Ich werde in letzter Zeit oft gefragt, ob es in Richtung Olympia wieder eine bahnbrechende technische Neuerung geben kann, die den Skisprungsport entscheidend verändert, weil das bei den letzten beiden Olympischen Spielen auch so war. Das sehe ich derzeit nicht und wenn, dann würde ich es nicht verraten ;-)
Ganz ehrlich: Meiner Meinung nach wird es darauf ankommen, auf perfekt eingestelltem Material seine besten Sprünge abzurufen.

Genau an diesen arbeite ich gerade in Innsbruck. Wir haben hier sehr gute Bedingungen und können sogar auf einer neuen gekühlten Eisspur trainieren. Das kommt den Bedingungen im Winter schon sehr viel näher als eine Keramikspur. Dieses Service auf meiner Heimschanze zu haben, erleichtert vieles.
Natürlich kann man im Sommer noch nicht alles perfekt simulieren, was im Winter passieren wird. Der Ski biegt sich in der Hitze anders als bei Kälte, der Anzug sitzt noch ein wenig anders und auch die Luft fühlt sich anders an.

Also ihr seht schon, ich bin wieder voll und ganz im Spitzensport Skispringen zurück. Es taugt mir, ich bin sehr motiviert und freue mich schon sehr auf den Winter.
Man braucht aber immer auch Glück und die Gesundheit ist nach wie vor das Allerwichtigste. In diesem Zusammenhang: Gute Besserung dem Marcel!

Euer GS

Die vergangene Saison war die wohl wichtigste und lehrreichste Saison, die ich bisher hatte. Sie hat gezeigt: Nicht aufzugeben und für das, was man liebt, zu kämpfen, zahlt sich früher oder später aus.

Da es meine Verletzung, der Kreuzbandriss, nicht früher zugelassen hat, konnte ich letzte Saison meine ersten Sprünge erst im November machen. Im Jänner war ich aber schon wieder im Weltcup. Das war eine Challenge - glaubt es mir.
Der Fokus lag danach darauf, wieder in den Rhythmus zu kommen, die Sprünge zu genießen und Schritt für Schritt weiterzugehen.

Nach einer vollen Vorbereitung will ich aber natürlich wieder das ganze Potential abrufen. Wenn mir das gelingt, wird die Folge daraus ein gutes Resultat sein. Im Idealfall stehe ich sogar wieder ganz oben.

Und das, ohne darauf zu „vergessen“, die Sprünge und den Sport an sich zu genießen. Man könnte sagen: Das Genussprojekt geht weiter und wird hoffentlich lange nicht enden. =)

Aus der vergangenen Saison habe ich sehr viele Learnings mitgenommen. In der Entwicklung des Skisprungsports hat sich irrsinnig viel getan. Sowohl in der Entwicklung der Technik als auch beim Material, was auch immer eine Frage des Reglements ist.
Mit einem Siegsprung von vor fünf Jahren bist du mittlerweile nicht mehr vorne mit dabei. Falls es euch interessiert, schaut euch mal die Geschwindigkeiten bzw. die Anfahrtsluken an: Hier erkennt man deutlich, dass bei immer weniger Geschwindigkeit trotzdem die gleichen Weiten gesprungen werden.
Das ist im Leben und im Sport immer so: Mit dem, was vor Jahren funktioniert hat, wird man heuer außer Erfahrung nichts mehr gewinnen.

Versteht mich bitte nicht falsch: Ich will hier keine Gründe suchen, warum es schwer für mich wird.
Die alljährliche Herausforderung, die mir mit jungen Jahren so gut gelungen ist, ist, die Technik und das Material so abzustimmen, dass es passt und man ins Fliegen kommt.

Alles was ich erreicht habe, war wunderbar und eine ist schöne Erinnerung, das kann mir keiner nehmen. Aber es ist Geschichte : )

Es startet jede Saison bei null und jede Saison hat ihren eigenen Stempel. Ich freu mich auf eine intensive und besondere nächste Saison. Besondere Saison deshalb, weil ich nach einem Jahr Pause und einer herausfordernden Zeit, wieder in den Genuss komme, eine volle Vorbereitung für mich zu gestalten. Ich spüre Dankbarkeit diese harte Zeit erlebt zu haben und fühle mich gestärkt und gereift.
Jetzt geht es darum, jeden Tag das größtmögliche Potential abzurufen und meinem absoluten Ziel „den perfekten Sprung“ – möglichst oft zu schafft. Das ist nach wie vor meine größte Triebfeder und ein unglaubliches Gefühl, wenn man es erlebt.

Ich werde in letzter Zeit oft gefragt, ob es in Richtung Olympia wieder eine bahnbrechende technische Neuerung geben kann, die den Skisprungsport entscheidend verändert, weil das bei den letzten beiden Olympischen Spielen auch so war. Das sehe ich derzeit nicht und wenn, dann würde ich es nicht verraten ;-)
Ganz ehrlich: Meiner Meinung nach wird es darauf ankommen, auf perfekt eingestelltem Material seine besten Sprünge abzurufen.

Genau an diesen arbeite ich gerade in Innsbruck. Wir haben hier sehr gute Bedingungen und können sogar auf einer neuen gekühlten Eisspur trainieren. Das kommt den Bedingungen im Winter schon sehr viel näher als eine Keramikspur. Dieses Service auf meiner Heimschanze zu haben, erleichtert vieles.
Natürlich kann man im Sommer noch nicht alles perfekt simulieren, was im Winter passieren wird. Der Ski biegt sich in der Hitze anders als bei Kälte, der Anzug sitzt noch ein wenig anders und auch die Luft fühlt sich anders an.

Also ihr seht schon, ich bin wieder voll und ganz im Spitzensport Skispringen zurück. Es taugt mir, ich bin sehr motiviert und freue mich schon sehr auf den Winter.
Man braucht aber immer auch Glück und die Gesundheit ist nach wie vor das Allerwichtigste. In diesem Zusammenhang: Gute Besserung dem Marcel!

Euer GS

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