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13-mal ganz oben am Podest, am Ende Gesamtweltcupsieger: Erst ein böser Trainingssturz konnte zu Saisonende Gregor Schlierenzauers Erfolgssträhne stoppen. Ein Interview über Glück, Schulstress und Seriensiege.
Gregor, wie geht es dir nach deiner überstandenen Knie-Operation?
Es geht mir eigentlich schon sehr gut. Der Unfall ist jetzt ungefähr drei Wochen her, und ich bin größtenteils schmerzfrei und ohne Schiene unterwegs. An eine volle Belastung des Beins ist zwar noch nicht zu denken, aber ich habe schon mit Physiotherapie begonnen. In den kommenden zwei Wochen geht es dann auch wieder mit leichtem Krafttraining los.
Wie ist es eigentlich zu dem Sturz gekommen?
Ich war bei Materialtests in der Ramsau. Beim Aufsprung hat mich der nasse, patzige Schnee gestoppt, und ich bin kopfüber gestürzt. In der Jugend ist so etwas öfter passiert, diesmal hab ich mir leider das Seitenband gerissen. Aber trotzdem hatte ich Glück im Unglück: Mit dem Seitenbandriss bin ich noch recht glimpflich davongekommen, und auch der Zeitpunkt hätte schlimmer sein können.
Die Verletzung hast du dir direkt nach deiner bislang besten und wohl auch stressigsten Saison zugezogen. Hattest du in den vergangenen Wochen schon Zeit, um ein bisschen stolz zu sein?
Mit meinem Sieg im Gesamtweltcup und 95 Prozent der Saison bin ich sehr zufrieden, mit dem Abschneiden bei der Vierschanzentournee allerdings weniger. Wie schon in den letzten beiden Jahren bin ich dort nicht in Topform gewesen. Aber das wird sich in Zukunft ändern.
Ein kurzer Auszug aus der Liste deiner Rekorde: Sieg im Gesamtweltcup mit 2.083 Punkten, 13 Saisonsiege, sechs Erfolge in Serie und insgesamt 20 Podestplätze. Was bedeuten dir diese Rekorde?
Ich habe nicht speziell auf die Rekorde hingearbeitet, die sind einfach passiert und ein netter Nebeneffekt des Erfolgs. Das Wichtigste war für mich heuer sicher der Triumph im Gesamtweltcup, aber sechs Siege in Serie und 13 in der ganzen Saison sind schon ein Wahnsinn und ein Zeichen der Dominanz. Besonders auf die 13 Saisonerfolge bin ich stolz, immerhin habe ich damit den Rekord meines Idols Janne Ahonen gebrochen.
Vom Absprungbalken geht es für dich jetzt wieder zurück auf die Schulbank. Bist du dort ähnlich erfolgreich wie im Sport?
Hoffentlich. Ich habe zwar zum Glück kein wirkliches Problemfach, aber weil ich den ganzen Winter unterwegs gewesen bin, wird es in den kommenden Wochen sehr stressig. Für die anstehenden Tests und Schularbeiten muss ich viel nachholen und viel neuen Stoff lernen. Wenn alles gut geht, habe ich aber in knapp 40 Tagen meinen Abschluss und kann mich dann voll auf den Sport konzentrieren.
Wie sehr stört die Verletzung eine planmäßige Saisonvorbereitung?
Wegen der Saisonvorbereitung mach ich mir jetzt noch keinen Stress. Ich möchte langsam wieder fit werden und nichts überstürzen. Die Verletzung hat mir deutlich gezeigt, dass ich dem Körper auch Ruhe gönnen muss. Sollte ich mit dem Sprungtraining erst später starten können, wäre das auch kein Problem ...
... dann hättest du im Sommer auch noch Zeit wie geplant deinen Motorrad-Führerschein zu machen.
Ob ich die Zeit dafür wirklich habe, wird sich erst zeigen. Da ich aber ein Motorrad gewonnen habe, möchte ich natürlich auch den A-Schein möglichst bald machen. Nach dem Schulabschluss werde ich aber zuerst einmal ein paar Tage abhauen und richtig Kraft tanken.
(23.04.09)
| Birthdate: | 07.01.1990 |
| Home Town: | Fulpmes, AUT |
| Home Jump: | Bergisel, Innsbruck AUT |
| Sport Club: | SV Innsbruck-Bergisel |
| I like: | Skiing, Soccer, Tennis, Golf, Photography, Poker, Billard , Cooking ... |
| Body Height: | 180cm |
| Farthest Jump: | 233.5m / 766ft, Planica, SLO |
| Ski: | Fischer |
| Sponsors: | Red Bull, Fischer, Carrera, Volksbank, OMV, Messner, Stubai |
| FIS Code: | 5040 |
