Aller Anfang ist schwer / All beginnings are difficult

31. Juli 2018

 ALLER ANFANG IST SCHWER

(for the english version of this blog, please scroll down)


Juli, der Monat in dem sehr viele auf Urlaub fahren.
Nicht so für mich. Ich habe wieder mit meinem Beruf starten können. Endlich!

 

Es ist immer wieder spannend, eine Startnummer umzuhaben und die Spannung beim Wettkampf zu spüren.
Für mich hat sich dabei gezeigt, dass noch sehr viel zu tun ist.

In Wisla konnte ich meine Leistungen, die ich im Training bereits gezeigt habe, leider weniger gut zeigen.
Dennoch ist es gut so. Ich sehe wo ich aktuell stehe und was es noch zu tun gibt.
Mein Ziel ist: Bis in den Herbst wieder wirklich konkurrenzfähig zu sein. Das heißt, mich an den Spitzenleistungen zu orientieren und diese im Idealfall auch mitzubestimmen.

Ich bin motiviert und kenne meinen Weg dort hin. Step by Step. Sprung für Sprung.
Gemeinsam mit dem Trainerteam.
Das ist ein Prozess im gesamten Team und da stecken wir mittendrin. Diesen gilt es zuzulassen.

Wettkämpfe sind dafür immer noch das beste Training.
Ich sehe dabei schwarz auf weiß auf der Ergebnisliste, wo ich stehe.
Ganz oben steht da aktuell wieder ein alter Bekannter: Kamil Stoch ist und bleibt die Benchmark.

 

Ähnlich ist auch ein anderer alter Bekannter gerade dabei, neue Benchmarks zu setzen.
Primoz Roglic ist bei der Tour de France 4. in der Gesamtwertung geworden.
Noch vor wenigen Jahren ist er mit mir gemeinsam als Skispringer aktiv gewesen.
Hat also alles andere als Ausdauer trainiert. Und jetzt ist er ganz vorne in dem Wettkampf dabei, der für Ausdauer-Leistung steht wie kein anderer.
Das zeigt was alles möglich ist, wenn man neue Dinge entdeckt und sich traut, einen Wandel zuzulassen.
Ich gratuliere Primoz ganz herzlich zu seiner Leistung.

 

Ich habe das Stand-Up Paddeling jetzt im Sommer für mich entdeckt.
Es ist wirklich ein lässiges Gefühl, auf dem Wasser zu stehen und langsam und locker über den See zu gleiten.
Dabei den Atem zu spüren. Schon nach wenigen Runden ruhig zu werden und in Balance zu sein.
Für mich ein super Ausgleich zu den schnellkräftigen Sprüngen, meinen Bewegungen, bei denen es um Millisekunden geht und die Spannung, die durch die Wettkämpfe wieder aufgekommen ist.

 

So war für mich der Juli gewissermaßen ein Monat der Gegensätze:
Einerseits hab ich sehr entspannte Tage mit Freunden am Gardasee verbringen können.
La dolce vita sozusagen ;)
Andererseits kam durch die ersten Wettkämpfe wieder viel Spannung auf.

Ich war die Monate in der Vorbereitung viel alleine im Olympiazentrum beim Training.
Seit den letzten Wochen sind wir wieder sehr viel gemeinsam im Team unterwegs.

Und ich genieße eben sowohl die kribbelnde Spannung im Stadion, wie etwa in Wisla, als auch die Stille und Ruhe auf meinem Stand Up Paddle Board am See.

All diese Dinge sind trotz ihrer Gegensätze genau so richtig für mich und meine Entwicklung.
Es gibt dabei kein Falsch und kein Richtig.
Das sind alles Erfahrungen, die mir helfen weiterzugehen.
Und für mich ist es ein geiles Gefühl, jeden Morgen aufwachen und an mir und meinem Potenzial arbeiten zu dürfen.
Ich habe das Gefühl, dass da noch einiges kommt.
Natürlich ist das klare Ziel, die fehlenden Mosaiksteinchen noch zu finden, um wieder zur besten Leistung zu gelangen. Aber das ist wie gesagt eine Folge von vielen kleinen Schritten.


Richtig bewegt war ich wiederum von den vielen Reaktionen, die ich nicht nur in Wisla und bei den Wettkämpfen bekommen habe.
Auf den unterschiedlichsten Wegen erreichen mich immer wieder sehr persönliche, berührende und aufbauende Botschaften. Einerseits durch die sozialen Medien, über Mail oder auch über den Postweg.
Dazu möchte ich mich bedanken!
Speziell in Momenten, in denen es sportlich gesehen weniger gut läuft, ist es ein sehr gutes Gefühl zu wissen, nicht alleine zu sein.


Euer Gregor

 

 


--------------------------------------------------------
ENGLISH VERSION

 

ALL BEGINNINGS ARE DIFFICULT


July, the month of vacation.
Not for me. I could start my profession again. Finally!

 

It´s always exciting to put on a bib and feel the excitement of competition.
For me, it has been obvious that there is still a lot to do.

In Wisla I could not deliver the results which I have already shown during training.
Nevertheless that's also a good thing: to see where I am currently standing and what is left to do.
My goal is to be on the top level again until fall and the start of the winter World Cup.

I am highly motivated and know my way to get there. Step by Step. Jump for jump.
Together with the coaches.
This is a process within the whole team.

Competitions are still the best training for it.
I see in black and white on the result list where I am standing.
Right at the top of this list is currently an old acquaintance: Kamil Stoch is and remains the benchmark.

 

Similarly, another companion is about to set new benchmarks.
Primoz Roglic has finished 4th in the Tour de France.
Only a few years ago he was my fellow skijumping colleague.
So he has trained pretty much everything except endurance. And now he is in the top 4 in a competition, which stands for endurance performance like no other.
This shows what´s possible when you discover new things and dare to allow a change.
I congratulate Primoz on his performance.

 

I discovered stand-up paddling for me this summer.
It´s really a cool feeling to stand on the water and glide slowly and smoothly through it.
To feel the breath. To be in balance. To calm down after only a few minutes.
As a welcome change to the fast-paced jumps, my movements, which are about milliseconds and the tension that has come up again through the competitions.

 

So for me, July was a month of contrasts:

On the one hand I could spend very relaxing days with friends on Lake Garda.
La dolce vita, so to speak;)
On the other hand, the first competitions brought pressure.

I spent months preparing myself alone in the Olympia Center during training.
Since the last weeks we are back together and train as a team.

And I enjoy both. The tingling tension in the stadium, such as in Wisla.
As well as the silence and tranquility on my stand up paddle board on the lake.

All these things are just right for me and my development right now. Despite their contrasts.
There is no wrong and no right.
These are all experiences that help me to move on.
And for me, it's awesome to wake up every morning and to be able to work on myself and my potential.
I have the feeling that there is still a lot to come.
Of course, the clear goal is to find the missing pieces of the mosaic to get back to the best performance. But that, as I said, is a consequence of many small steps.


I was really moved again by the many reactions that I received not only in Wisla and during competitions.
Through social media, via email or even by actual mail I have received very personal, touching and motivating messages.
I would like to thank you for that!
Especially in moments when sportive results are less successful, it is a great feeling to know that I´m not alone.

 

Gregor

 ALLER ANFANG IST SCHWER

(for the english version of this blog, please scroll down)


Juli, der Monat in dem sehr viele auf Urlaub fahren.
Nicht so für mich. Ich habe wieder mit meinem Beruf starten können. Endlich!

 

Es ist immer wieder spannend, eine Startnummer umzuhaben und die Spannung beim Wettkampf zu spüren.
Für mich hat sich dabei gezeigt, dass noch sehr viel zu tun ist.

In Wisla konnte ich meine Leistungen, die ich im Training bereits gezeigt habe, leider weniger gut zeigen.
Dennoch ist es gut so. Ich sehe wo ich aktuell stehe und was es noch zu tun gibt.
Mein Ziel ist: Bis in den Herbst wieder wirklich konkurrenzfähig zu sein. Das heißt, mich an den Spitzenleistungen zu orientieren und diese im Idealfall auch mitzubestimmen.

Ich bin motiviert und kenne meinen Weg dort hin. Step by Step. Sprung für Sprung.
Gemeinsam mit dem Trainerteam.
Das ist ein Prozess im gesamten Team und da stecken wir mittendrin. Diesen gilt es zuzulassen.

Wettkämpfe sind dafür immer noch das beste Training.
Ich sehe dabei schwarz auf weiß auf der Ergebnisliste, wo ich stehe.
Ganz oben steht da aktuell wieder ein alter Bekannter: Kamil Stoch ist und bleibt die Benchmark.

 

Ähnlich ist auch ein anderer alter Bekannter gerade dabei, neue Benchmarks zu setzen.
Primoz Roglic ist bei der Tour de France 4. in der Gesamtwertung geworden.
Noch vor wenigen Jahren ist er mit mir gemeinsam als Skispringer aktiv gewesen.
Hat also alles andere als Ausdauer trainiert. Und jetzt ist er ganz vorne in dem Wettkampf dabei, der für Ausdauer-Leistung steht wie kein anderer.
Das zeigt was alles möglich ist, wenn man neue Dinge entdeckt und sich traut, einen Wandel zuzulassen.
Ich gratuliere Primoz ganz herzlich zu seiner Leistung.

 

Ich habe das Stand-Up Paddeling jetzt im Sommer für mich entdeckt.
Es ist wirklich ein lässiges Gefühl, auf dem Wasser zu stehen und langsam und locker über den See zu gleiten.
Dabei den Atem zu spüren. Schon nach wenigen Runden ruhig zu werden und in Balance zu sein.
Für mich ein super Ausgleich zu den schnellkräftigen Sprüngen, meinen Bewegungen, bei denen es um Millisekunden geht und die Spannung, die durch die Wettkämpfe wieder aufgekommen ist.

 

So war für mich der Juli gewissermaßen ein Monat der Gegensätze:
Einerseits hab ich sehr entspannte Tage mit Freunden am Gardasee verbringen können.
La dolce vita sozusagen ;)
Andererseits kam durch die ersten Wettkämpfe wieder viel Spannung auf.

Ich war die Monate in der Vorbereitung viel alleine im Olympiazentrum beim Training.
Seit den letzten Wochen sind wir wieder sehr viel gemeinsam im Team unterwegs.

Und ich genieße eben sowohl die kribbelnde Spannung im Stadion, wie etwa in Wisla, als auch die Stille und Ruhe auf meinem Stand Up Paddle Board am See.

All diese Dinge sind trotz ihrer Gegensätze genau so richtig für mich und meine Entwicklung.
Es gibt dabei kein Falsch und kein Richtig.
Das sind alles Erfahrungen, die mir helfen weiterzugehen.
Und für mich ist es ein geiles Gefühl, jeden Morgen aufwachen und an mir und meinem Potenzial arbeiten zu dürfen.
Ich habe das Gefühl, dass da noch einiges kommt.
Natürlich ist das klare Ziel, die fehlenden Mosaiksteinchen noch zu finden, um wieder zur besten Leistung zu gelangen. Aber das ist wie gesagt eine Folge von vielen kleinen Schritten.


Richtig bewegt war ich wiederum von den vielen Reaktionen, die ich nicht nur in Wisla und bei den Wettkämpfen bekommen habe.
Auf den unterschiedlichsten Wegen erreichen mich immer wieder sehr persönliche, berührende und aufbauende Botschaften. Einerseits durch die sozialen Medien, über Mail oder auch über den Postweg.
Dazu möchte ich mich bedanken!
Speziell in Momenten, in denen es sportlich gesehen weniger gut läuft, ist es ein sehr gutes Gefühl zu wissen, nicht alleine zu sein.


Euer Gregor

 

 


--------------------------------------------------------
ENGLISH VERSION

 

ALL BEGINNINGS ARE DIFFICULT


July, the month of vacation.
Not for me. I could start my profession again. Finally!

 

It´s always exciting to put on a bib and feel the excitement of competition.
For me, it has been obvious that there is still a lot to do.

In Wisla I could not deliver the results which I have already shown during training.
Nevertheless that's also a good thing: to see where I am currently standing and what is left to do.
My goal is to be on the top level again until fall and the start of the winter World Cup.

I am highly motivated and know my way to get there. Step by Step. Jump for jump.
Together with the coaches.
This is a process within the whole team.

Competitions are still the best training for it.
I see in black and white on the result list where I am standing.
Right at the top of this list is currently an old acquaintance: Kamil Stoch is and remains the benchmark.

 

Similarly, another companion is about to set new benchmarks.
Primoz Roglic has finished 4th in the Tour de France.
Only a few years ago he was my fellow skijumping colleague.
So he has trained pretty much everything except endurance. And now he is in the top 4 in a competition, which stands for endurance performance like no other.
This shows what´s possible when you discover new things and dare to allow a change.
I congratulate Primoz on his performance.

 

I discovered stand-up paddling for me this summer.
It´s really a cool feeling to stand on the water and glide slowly and smoothly through it.
To feel the breath. To be in balance. To calm down after only a few minutes.
As a welcome change to the fast-paced jumps, my movements, which are about milliseconds and the tension that has come up again through the competitions.

 

So for me, July was a month of contrasts:

On the one hand I could spend very relaxing days with friends on Lake Garda.
La dolce vita, so to speak;)
On the other hand, the first competitions brought pressure.

I spent months preparing myself alone in the Olympia Center during training.
Since the last weeks we are back together and train as a team.

And I enjoy both. The tingling tension in the stadium, such as in Wisla.
As well as the silence and tranquility on my stand up paddle board on the lake.

All these things are just right for me and my development right now. Despite their contrasts.
There is no wrong and no right.
These are all experiences that help me to move on.
And for me, it's awesome to wake up every morning and to be able to work on myself and my potential.
I have the feeling that there is still a lot to come.
Of course, the clear goal is to find the missing pieces of the mosaic to get back to the best performance. But that, as I said, is a consequence of many small steps.


I was really moved again by the many reactions that I received not only in Wisla and during competitions.
Through social media, via email or even by actual mail I have received very personal, touching and motivating messages.
I would like to thank you for that!
Especially in moments when sportive results are less successful, it is a great feeling to know that I´m not alone.

 

Gregor

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